im Fersental – eine herbstliche Wanderung

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erfordert. Immer wieder neue Tiefblicke führen durch Scharten und hinter Grattürmen vorbei hinab zum Erdemolo-See. Nach Westen, über das Fersen- und Etschtal hinweg, erfaßt das Auge die Berge der Adamello-Presa- nella-Gruppe, über die Brentagruppe hinweg geht der Blick bis zum Ortler und den Ötztaler Alpen. Wir erreichen ein Hochkar unter den Westabbrüchen des Porphyrgipfels Sasso Rotto. Darin queren wir bis zum Fuß des Westgrates auf den Gipfel der Cima Sette Selle. Wer noch nicht gleich zur Hütte abstei­gen will, aber auch noch genug ‚Schmalz‘ in den Beinen hat, kann in luftiger leichter Kletterei (I) in einer knappen halben Stunde den Westgrat erklettern. Dann überschreitet man den Süd­grat — mit kurzem Abstieg an der Ostseite — zum Sasso Rotto. Dabei lernen wir das rauhe Porphyrgestein erst richtig kennen. Nach diesem kurzen Übergang ist die wohlverdiente Gipfel­rast fällig. Ein einmaliges Panorama bietet sich nach allen Palu del fersinaRichtungen. Zum Greifen nahe erhebt sich im Osten der Gebirgsstock der Cima d’Asta (2847 m), hinter der die Dolomitengruppen Pala, Marmolada und Sassolungo aufleuchten.

Ein kühler Nachmittagswind mahnt zum Aufbruch! Auf dem Normalweg nach Westen geht’s schnell zum bereits bekannten Überschreitungsweg hinab, und wieder ansteigend zum Sattel unter der Westkante der Cima Sette Selle. In nordwestlicher Richtung kann man unten im TalkesselabschluB die Laner-Hütte (2000 m) ausmachen, die wir auf gut ausgebautem Weg erreichen. An Schönwetter-Wochenenden ist die Hütte auch im Oktober offen. Beim vino rosso singt sich’s besser — vor allem ‚La Montanara‘, bevor wir nach einstündi­gem Talmarsch wieder zu unserem Ausgangspunkt Palù dei Mocheni gelan­gen.

Bald hätte ich’s vergessen: Wir wollen ja noch den Speck in der ‚Wildwest-Stube‘ kosten …

vista verso Palu del Fersina e lago ErdemoloFersental: Kurzinformation

 Zufahrt:  Man verläßt die Autobahn bei der Ausfahrt »Trento. (Trient) und folgt den Wegweisern in die Stadt. Bei der Piazza Venezia fährt man auf der Landstraße nach Pergine, 10 Ki­lometer östlich von Trient. Dort biegt man bei der Ampel nach links ab und fährt über St. Orsola bis zum Aus­gangspunkt der Wanderung, Pal‘ del Fersina (1400 m). Hier gibt es Über­nachtungsmöglichkeiten. Es gibt auch eine Busverbindung von Trient über Pergine nach Palù.

Karte: Kompaß 75 »Trento, Levico, Lavarone«, 1 : 50000.

Wanderung: Von Palù an den Gehöf­ten Tasaineri und Frotten (am Süd­hang) vorbei, dann geht man durch üp­pigen Hochwald, überschreitet den Fersinabach zum Erdemolo-See (2030 m) mit gleichnamiger Hütte (1 — 2 Stunden). Vom See geht man südwärts in der Scharte Panorama da Val Cava - panorama di Palu del Fersinazwischen Pizzo Alto und dem Monte del Lago über den Grat, oder auf dessen Südostseite — Steigspu­ren und dem Weg folgend — zum Gip­fel. Dort hat man einen einmaligen Überblick auf Sopra Conelle (2308m) , Sasso Rosso (2310 m), Sasso Rotto (2396 m) und Cima Sette Selle (2396 m). Vom See bis hierher dauert es etwa eine Stunde.

Man folgt weiter dem Steig, der den Grat bald auf seiner Westseite ver­läßt. Auf dem Wege kann man zu einem Grasberg mit kleinem Metall-Gipfelkreuz steigen (die Quota, 2296 m); die Nordwestflanke dieses Berges ist eine einladende Frühlingstour mit Steigeisen oder Steilwandfahrt. Unter dem Sasso Rotto und der Cima Sette Selle geht man weiter auf einen Sattel, auf dem man in nordwestlicher Rich­tung die Sette-Selle-Hütte (die aber nur bis Anfang Oktober geöffnet ist) erblicken kann.

vista verso Palu del Fersina e lago ErdemoloVon diesem Sattel kann man über den Grat auf den Gipfel der Cima Sette Selle klettern (Grad I), und auch zum gleich hohen Sasso Rotto. Eine Reep­schnur von 10 bis 15 Metern wird dabei nützlich sein!

Vom Sattel folgt man dem Weg zur Hütte (30 Minuten), wo man über­nachten kann.

Am nächsten Tag steigt man zum Sattel unter dem Westgrat auf und zum Gipfel der Cima Sette Selle (Schwierig­keitsgrad I). Dann geht man nach Süden über den Grat, wendet sich nach links, steigt zuerst einige Meter hinab (luftig) und wechselt wieder durch Blockwerk zur Westseite hinüber.

Auf dem Gipfel des Sasso Rotto ist genug Platz zum Rasten, dazu ein Gipfelkreuz mit Tiroler Adler. Den Markierungen folgt man nach Westen zum Weg, der zur Hütte führt (4 Stunden).

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