Das Oberrothorn ist der höchste Wandergipfel der Alpen – Mit Matterhornblick

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wischen dem Täschtal und dem Findelntal, im Osten von Zermatt, steigt ein spröder, gletscherfreier Bergstock mit Gipfeln über 3000 Meter Höhe in den Himmel. Der höchste von ihnen, das Oberrothorn, überragt sie alle mit seinen 3417 Metern. Nur die etwas ferneren Gipfel der Mischabelgruppe und die berühmten Viertausender des Alpenhauptkammes zwischen Monte Rosa und Walliser Weißhorn wirken mächtiger und imposanter.

Dennoch kann man das Ober­rothorn als einmalig bezeichnen: Führt doch der höchste »Bergwanderweg« der Alpen auf seinen Gipfel. Im Hoch­sommer, von Anfang August bis Mitte September, ist der markierte Steig meist schneefrei und verlangt vom Bergwan­derer nicht viel mehr als Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Vom berühmten Matterhorndorf führt ein schöner Weg in einer Stunde hinauf nach Findeln, 2089 Meter hoch gelegen. Vor der gewaltigen Kulisse vergletscherter Bergriesen schmiegen sich alte, sonnenverbrannte Walliser Bauernhäuser um eine kleine, weiße Bergkapelle.

Matterhorn from OberrothornDurch die Almwiesen, an kleinen Heuhütten vorbei, schlängelt sich ein Pfad hinauf zum Stellisee (2538 Meter), den man in etwas mehr als einer Stunde erreicht. Es gibt wohl von keinem anderen Ort einen faszinierenderen Blick zum Matterhorn, als vom Ufer dieses Sees aus. Und wenn man etwas Glück hat, erspäht man hier auch die possier­lichen Murmeltiere, die geschäftig Heuvorrat in ihre Baue tragen, ehe sie sich dort zum sechs bis sieben Monate langen Winterschlaf verkrümeln. Noch eine weitere halbe Stunde und das Berggasthaus Fluhalpe (2663 m) taucht auf.

Über Geröllfelder windet sich nun der Steig steil hinauf zur Einschartung (2980 m) zwischen Unter- und Oberrothorn. Eine knappe Stunde braucht man für diese Strecke von der Fluhalpe bis hierher.

Hier, im Furggje, steht man dicht vor der 500 Meter hohen Südwestflanke des Oberrothorns, die sich rechts auf­baut. Deutlich kann man den Pfad er­kennen, der sich vom Furggje bis zum Gipfel hinaufschlängelt.

Rasch gewinnt man an Höhe; steile Kletterpassagen gibt es nicht. Über­wältigend wird der Blick nach unten, zum Eisstrom des Gornergletschers. Über geschichtete Platten führt der Weg schließlich zum breiten Ostgrat, der geradewegs zum Gipfel des Dreitausen­ders hinüberleitet. In knapp eineinhalb Stunden bewältigt man den Aufstieg vom Furggje (2980 m), zum Gipfel des Oberrothorns. Nicht mehr als sechs Stunden benötigt man also für diesen Bergwanderweg von Zermatt aus.

Wohin der Blick auch geht: Berg­ketten und die tief eingeschnittenen Täler des Wallis. Reinweiß steigt aus dem Mattertal die Pyramide des Walliser Weißhorns (4505 m) auf.

Jäh bricht die Nordwand des Ober­rothorns ins Täschtal ab. Aus diesem Talgrund baut sich die Mischabelkette auf. Wie Fächer aus Fels und Eis ragen die berühmten Gipfel — Dom, Täsch­horn, Nadelhorn, Alphubel und Allalin — in den Himmel.

Über dem wild zerrissenen Gorner­gletscher stehen ganz im Süden die blendend weißen Eisspitzen des Monte-Rosa-Massivs und des Breithornstocks. Vom Westen her grüßen die Silhouetten der vielen Hörner — vom Matterhorn bis zum Zinalrothorn.

Im Osten schließlich runden die eisgepanzerten Steilflanken des Strahlhorns und des Rimpfischhorns, die aus weiten Gletscherböden aufsteigen, dieses unvergleichliche Panorama ab. Man kann den Rückweg vom Gipfel des Oberrothorns mit einer Übernachtung auf der gemütlichen Fluhalpe ab­schließen.

Man kann aber auch vom 2980 Meter hohen Furggje zum Gipfel des Unterrothorns (3105 m) aufsteigen und von hier zuerst über grobes Geröll, dann über steile Grashänge zur Seilbahn­station »Blauherd« gehen und sich nach Zermatt hinabfahren lassen.

Es gibt noch eine weitere Abstiegs­variante: Man steigt vom Furggje durch die Tufterchumme in nordwestlicher Richtung zu den Alphütten von Tuftern ab und zurück nach Zermatt.

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