Fünf Tage Tour in Südtirol – Zillertaler Sonnenseite

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führen sie zur Schwarzensteinhütte. Der Gletscherweg ist jedoch durch den Gletscherrückgang und die freigewordenen glatten Felsplat­ten sehr unangenehm und umständlich zu begehen. Wir folgen der nächsten Ab­zweigung nach rechts zum Kaminklet­tersteig. In der nächsten halben Stunde klettern wir über Felsbänder, Eisen­klammern und durch eine gut versicher­te Steilrinne auf einen breiten Geröllab­satz. Auf ihm steigen wir zwischen gro­ßen Blöcken zur Hütte, die wie ein Adlernest gegenüber dem Schwarzen-stein im Westen und über dem Eisbruch des Tribbachkees im Osten liegt. Möglichkeiten von der Hütte In gut einer Stunde kann man den Paradeberg der Hütte, den Schwarzenstein (3368 m), besteigen. Der Aufstiegsweg ist leicht, bewegt sich aber die meiste Zeit über den Gletscher. Der Gipfel sollte daher nur mit geeigneter Ausrüstung angegangen werden. Als harmloser Aussichtsberg hinter der Hüt­te bietet sich der Tribbachkopf (3112 m) an. Von der Schwarzensteinhütte steigt man über Blockgelände nach Nordwe­sten bis zum Gletscher. Über den fla­chen, hier spaltenfreien Gletscher weiter nach Norden zum Schwarzensteinhuettebreiten Tribbachsattel (3053 m), der das Zillertal mit dem Ahrntal verbindet. Nach rechts über große Felsplatten und kleine Schneefel­der steigen wir ohne Schwierigkeiten zum aussichtsreichen Gipfel (ca. 1 Stun­de ab Hütte).

5. Etappe: Schwarzensteinhütte (2923 m) — Luttach (962 m) Gehzeit 3 bis 4 Stunden

Heute am letzten Tag liegt „nur“ Abstieg vor uns, und zwar ein gewaltiger! Wohl dem, der Skistöcke mitgenommen hat, er kann wenigstens ein bißchen seine Knie schonen auf dem steilen Weg, der über fast 2000 Höhenmeter abwärts führt. Von der Hütte steigen wir nach Süden wieder über den Kaminklettersteig ins große Blockkar. In vielen Kehren steigen wir durch den steilen Südhang und queren dann in die Westflanke unter dem Kreuzkofel. Nach 1000 Höhenme­ter Abstieg durch Geröll- und Steinwü­ste erreichen wir an den Daimerhütten (1863 m) endlich wieder grüne Almwie­sen. Außerdem ist die urige Alm auch eine Jausenstation, wo wir uns eine Rast vor dem weiteren Abstieg verdient ha­ben. Den gröbsten Schinder haben wir hier hinter uns gebracht. Auf der linken Seite des wild tobenden Rotbachs wan­dern wir über Almgelände und zwischen

Sträuchern talwärts. Vorbei an schäu­menden Wasserkaskaden wechseln wir über eine Holzbrücke zur anderen Tal­seite. Längst haben wir die Waldgrenze erreicht und freuen uns nach den Stein­wüsten der letzten Tage über das frische Grün der Lärchen. Unser Weg hält sich nun rechts über dem tiefen Taleinschnitt des Rotbachs und verliert zunächst we­nig an Höhe. Zusehends öffnet sich der Blick ins grüne Ahrntal. Vorbei an den ersten Höfen steigen wir zum Schluß auf einem breiten Weg ab nach Luttach.

So kommen Sie hin

Anfahrt: Das Pfitschtal erreicht man über die Brennerautobahn bis Sterzing, von hier Abzweigung nach St. Jakob in Pfitsch. Das Ahrntal erreicht man ebenfalls über die Brennerautobahn, Ausfahrt Pustertal. Kurz vor Bruneck biegen wir links ab nach Sand in Taufers und von dort weiter nach Luttach im Ahrntal.

Charakteristik: Anspruchsvolle Tour. Nur für Bergwanderer mit Kondition und Trittsicherheit sowie entsprechen­der Ausrüstung. Im groben Blockwerk am Stabeler Höhenweg muß man sehr auf die Markierungen achten, um den Weg nicht zu verfehlen. Genaue Zeit­angaben sind bei diesem ,,naturbelassenen“ Wegstück äußerst schwierig.

Beste Zeit: Sommer bis Spätherbst. Im Sommer ist es in den südseitigen Karen nachmittags sehr heiß.

Ausrüstung: Für den kurzen Gletscher­übergang sind Pickel und Leichtsteig­eisen je nach Verhältnissen, aber zu­mindest Wander- oder Skistöcke emp­fehlenswert.

Führer: Alpenvereinsführer Zillertaler Alpen, Bergverlag Rudolf Rother.

Karten: AV-Karte Zillertaler Alpen, Westliches Blatt, 1:25 000; Mapgra­phic Bozen, Ahrntaler Berge, 1:25 000; Freytag & Berndt, Mayrhofen — Ziller­taler Alpen, 1:50 000 (überblick über das gesamte Gebiet).

  • Stabelerweg

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

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