Fünf Tage Tour in Südtirol – Zillertaler Sonnenseite

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neben der Hüt­te führt der schmale Steig nach Osten in die steilen Grashänge, ein steiler Was­sergraben ist mit einem Drahtseil versi­chert. Bald biegen wir nach Nordosten, der Weg verläuft hier ganz eben auf ei­nem breiten Grasabsatz in den Südhän­gen des Hohen Weißzint auf ca. 2500 m. Rechts, tief unter uns glitzert der Neves­stausee in der Morgensonne, links leuch­ten die Eisfelder des Weißzint herab. Links vorbei an den Wollgrasbüscheln der Seegrube kommen wir zu einem glattgeschliffenen Felsabbruch, den einst der Westliche Nevesferner bearbei­tet hat. Wir steigen ein Stück hinab und queren unterhalb der Platten an einem Drahtseil die schäumenden Arme des Gletscherbachs. Nach Norden steigen wir wieder an und erreichen nach rechts den flachen Grasboden Am Mösele (2550 m). Hier haben wir einen ein­drucksvollen Blick auf die Gipfel um den Östlichen Nevesferner. Besonders beherrschend wirkt von hier der Turner­kamp mit seinem scharfen, gezackten Südgrat. Leicht ansteigend wandern wir über den Möseleboden und weiter nach Osten in einen großen, öden Schotter­kessel. Wenige Meter Nevesjochhuetteunterhalb der grauen Eiszunge des Nevesferner biegt unser Steig weiter ansteigend nach Sü­den. Ein reißender Gletscherbach, der durch diese Mondlandschaft fließt, wird auf einer Holzbrücke überschritten. Auf großen, sauber verlegten Granitplatten queren wir den Kessel des Großen Trog. Anschließend wird das Gelände wieder freundlicher. Absteigend wandern wir über die schönen Grasflanken über den Almhütten des Nevesbodens. Wir biegen nach links um eine Bergflanke und ste­hen bald vor der kleinen Nevesjochhütte am Nevesjoch, der früheren Chemnitzer Hütte.

4. Etappe: Nevesjochhütte (2416 m) — Stabeler Höhenweg — Schwarzensteinhüt­te (2923 m) Gehzeit mindestens 6 Stunden

Die vorletzte Etappe unserer Tour ver­läuft über den 1978 eröffneten Stabeler Weg. Dieser 15 km lange und hochalpi­ne Höhenweg führt mit beachtlichen Auf- und Abstiegen über drei Seiten­kämme des Zillertaler Hauptkamms hin­weg. Im Hochsommer wird es in den südseitigen Karen recht warm. Frühzei­tiger Aufbruch auch wegen der Länge der Wanderung ist also anzuraten. Vom Nevesjoch wandern wir nach Osten in Richtung Abstieg nach Weißenbach. Unterhalb der Stieralm zweigt links der Stabeler Weg ab. Auf schönem Steig bummeln wir leicht absteigend nach Nordosten hoch über dem Talkessel der Gögenalm. Nördlich der inneren Gö­genalm auf ca. 2300 m überschreiten wir den Bach und kommen zu einem kreis­runden Moorkessel. Wieder aufsteigend gehen wir an der Süd- und Ostseite der einsamen Ebene vorbei. Eine kurze Fels­stufe ist drahtseilversichert. Über große Granitbrocken steigen wir nach Norden bis auf ca. 2600 m. Nach rechts gelangen wir in die Gelenkscharte (2724 m) — ca. 2 Stunden ab Nevesjoch. Rückblickend im Westen sehen wir die plattige Ost­flanke des Turnerkamp, unter uns im Osten liegt das Mitterbachtal, dessen hinteres Kar wir durchwandern wollen. Zunächst aber heißt es hinabsteigen. Durch ein steiles Blockgewirr führt die Markierung abwärts. Von einem großen Block führt ein Stahlseil direkt ins Kar hinab. Die Markierung führt nach links in steinschlaggefährdetes Gelände. In diesem Fall ist also der unbequemere Weg (dem Seil entlang) der ungefährli­chere. Auf ca. 2450 m ist der Weg wieder deutlich erkennbar. In einem Linksbo­gen wandern wir in gleichbleibender Höhe durch den hinteren Karboden, der im Norden von den Hornspitzen einge­rahmt ist, nach Osten (aus dem Kar führt ein markierter Abstiegsweg nach Weißenbach). Durch eine Rinne und das an­schließende Geröllfeld steigen wir in vielen Serpentinen ins enge Schwarzen­bachtörl (2559 m). Jenseits turnen wir an Drahtseilen durch einen engen, düsteren Spalt hinab ins Schwarzenbachtal. Im Nordosten über dem Schwarzenbach­kees sehen wir zum erstenmal auf der Wanderung den Schwarzenstein. Auf ca. 2400 m wandern wir in östlicher Rich­tung durch das breite Kar. Über Fels­blöcke und Moränenschutt kommen wir zum mächtigen Bach, der 100 Meter höher unmittelbar aus der Gletscherzun­ge entspringt. Wenn der Bach in Höhe des Steiges zu breit ist zum Übersprin­gen, muß man ein Stück aufsteigen, bis er unter großen Felsblöcken verschwun­den ist. In vielen Kehren steigen wir durch die Schrofenhänge westlich unter dem Zwilcher. Nach einem flacheren Stück über große Blöcke steigen wir durch eine steile, erdige Rinne zwischen zwei markanten Felstürmen in die Scharte im Südgrat des Schwarzenstein. Aus der engen Scharte steigen wir nach Norden steil durch eine Rinne und dann über einen Felssporn nach Osten ins obere Rotbachtal und dann nach Nord­osten bis zum Anstieg zur Schwarzen­steinhütte. Wir folgen ihm nach Nord­westen bis zur Abzweigung Gletscher­weg/Klettersteig. Beide

  • Stabelerweg

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

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