Fünf Tage Tour in Südtirol – Zillertaler Sonnenseite

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Zillertaler Sonnenseite - topoaufgebaut. Ende 1986 war schon die Übernachtung in Notlagern möglich. Bei der zweiten Kehre der Pfitscherjochstraße zweigt un­ser Weg ins Unterbergtal ab. -Zunächst steigen wir nach Osten ab zum Pfitscher Bach und überschreiten ihn auf einer Brücke. Vorbei an zwei Holzhütten stei­gen wir nach Süden um den Bergsockel herum zu den malerischen, schindelge­deckten Unterberghütten (1838 m) auf. Links vorbei an den Hütten steigen wir in Kehrern nach Südosten bis auf ca. 2100 m. Hier beginnt eine gleichmäßig aufsteigende HochfeilerQuerung der steilen Gras­flanken hoch über dem grünen und wildromantischen Unterbergtal. Dieses Wegstück ist ein landschaftlicher Höhe­punkt unserer Wanderung. Teilweise ex­poniert überschreitet unser Steig kleine Wasserläufe und biegt dann in einigen Serpentinen nach Osten. Vorspringende grasige Aussichtskanzeln laden immer wieder zum Schauen und Verweilen ein. Allmählich wandelt sich das Tal steil un­ter uns in eine gewaltige Steinwüste. Die Vegetation rechts und links unseres Stei­ges wird auch spärlicher. Im Osten sehen wir nun die runzelige Eiszunge des Glie­derferner und darüber die dunklen Fels­gipfel der Weißzinte. Wir überschreiten einige steile Rinnen und erreichen in Höhe des Weißkar (2478 m) den hinte­ren Talboden. Hier sind einige Bachläu­fe auf großen Steinen oder Holzbrettern zu überschreiten. In Serpentinen steigen wir zwischen Felsblöcken weiter durch dürftig bewachsene Hänge zur Hütte.

hochfeielrhuetteAufstieg zum Hochfeiler (3509 m)  Gehzeit ca. 2 Stunden

Bis vor wenigen Jahren war der Haus­berg der Wiener Hütte, der zugleich höchste Berg der Zillertaler Alpen, der Hochfeiler, absolut kein Gipfel für Wan­derer. Eine in manchen Jahren messer­scharfe Firnschneide im oberen Teil des Westgrats versperrte den Zustieg. Da der Anstieg von Norden ebenfalls nur Alpinisten der schärferen Richtung vorbehalten bleibt, gehörte der Hochfeiler zu den einsameren Gipfeln der Zillertaler Al­pen. Nun ist infolge des allgemeinen Gletscherrückgangs in den letzten Jah­ren der schmale Firngrat um einige Meter in die Nordwestflanke hinabge­schmolzen, zurückgeblieben ist ein leicht begehbarer Schrofengrat, sehr zur Freude der Wanderer. Hinter der Hütte steigen wir nach Norden in einigen versicherten Serpentinen auf den West­rücken, der vom Hochfeiler abfällt. Der markierte Steig führt über diesen Rücken nach Nordosten. Der Rücken wird mit wachsender Höhe schmäler, und die letzten Meter zum Gipfel führt der Steig über einen Grataufschwung. Die Aus­sicht von diesem hohen Gipfel ist begei­sternd.

2.  Etappe: Hochfeilerhütte (2700 m) — Untere Weißzintscharte (2928 m) — Eis­bruggjochhütte (2545 m) Gehzeit 3 1/4 Stunden

Die heutige Etappe ist nicht besonders lang, dafür aber um so interessanter. Wir überschreiten den gutmütigen Glieder­ferner und den Zillertaler Hauptkamm von der Nord- zur Südseite. Von der Hütte steigen wir über grobe Blockfelder nach Südosten bis auf ca. 2800 m. Nach rechts queren wir ziemlich auf gleicher Höhe das Eisbruggjochhueteflache Gletscherbecken. Zwi­schen zwei Felsinseln hindurch steigen wir dann nach Süden gleichmäßig nach rechts auf in die Untere Weißzintscharte. Für alle Fälle sollte man für den Glet­scherübergang, auch wenn er noch so kurz ist, leichte Steigeisen oder zumin­dest einen Pickel oder Skistöcke mitneh­men. Von der Scharte haben wir einen ersten Blick auf die Pfunderer Berge im Süden. Im Norden sehen wir ein letztes Mal den Hochfeiler über dem Glieder­ferner aufragen. Jenseits schlängelt sich unser Steig zwischen großen Felsbrocken nach Süden hinab. Der Eisbruggsee rechts unten in einer Grasmulde ist ein reizvoller Kontrast zu der öden Fels­landschaft. Bald erreichen auch wir wie­der die bewachsene Zone. Ausgelegt mit schönen Granitplatten führt der Weg in einem großen Bogen durch das Unter-gries leicht absteigend zum Eis­bruggjoch, auf dem die kleine Hütte steht. Gegenüber im Osten über dem Talboden des Nevesstausees sehen wir das Nevesjoch mit der Nevesjochhütte, unserem Ziel am nächsten Tag. Wer sich durch den Jochübergang noch nicht ge­nug ausgelastet fühlt, der kann in 1 1/2 Stunden noch den südlichen Hausberg der Hütte, die schrofige Napfspitze (2888 m), besteigen.

3. Etappe: Eisbruggjochhütte (2545 m) — Neveser Höhenweg — Nevesjochhütte (2420 m) Gehzeit 4 Stunden

Einen ersten Einblick in die Landschaft auf der Südseite der Zillertaler Alpen, auf die wir gestern gewechselt haben, bekommen wir auf der Wanderung über den landschaftlich sehr eindrucksvollen Ne­veser Höhenweg. Gleich

  • Stabelerweg

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

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