QUEREN VON SCHNEEFELDERN

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Steile Altschneefelder  auf Wanderwegen sind  gefährlich!

Zum Erreichen Ihres Tou­renzieles können Sie diese Winterüberbleibsel meist nicht umgehen, sondern Sie müssen darüber weg. Das ist nicht immer angenehm. Warum?

  • Unter Üm­ständen vereistes Schneefeld oder in der Hanglage ist der Schnee oft hart gefroren.
  • Viele Schneefelder bre­chen nach unten jäh ab oder enden in Geröll bzw. Blockwerk.

Sie dürfen sich also kein Ausgleiten und keinen Sturz leisten!

QUEREN VON SCHNEEFELDERN 01Sechs Voraussetzungen für  das sichere Queren: 

1 . Tragen Sie Bergschuhe mit Profilgummisohlen.

2. Tragen Sie Handschuhe.

3. Halten Sie Ihren Körper aufrecht und den Schwer­punkt senkrecht über der ganzen Schuhsohle.

4. Neigen Sie sich nicht zu stark zum Hang, die Gefahr des Wegrutschens ist so viel größer.

5. Versuchen Sie nicht, sich im Schnee festzuhalten, sondern verwenden Sie die Arme zum Abstützen.

6. Nehmen Sie unter Um­ständen Steigeisen mit.

Umkehren ist keine  Schande! Im Zweifels­fall lieber einen anderen  Weg wählen.

Nicht immer hat man einen »guten« Tag. Manchmal läßt sich Angst nur schwer »in den Griff« kriegen. Ein wohlüberlegter Rückzug zeichnet den verantwor­tungsbewußten Bergwan­derer aus. So drehten wir zum Beispiel am Bocchetteweg um, weil uns die Querung des Schneefeldes mit Kletter­schuhen zu riskant erschien. Der Orsiweg war dann mehr als Ersatz!


Mit Steigeisen nicht mit  den Füßen bremsen!

Eigentlich dürften Sie mit angeschnallten Steigeisen überhaupt nicht stürzen. Neulinge bleiben aber manchmal mit den Zacken im Strumpf hängen. Strau­cheln und Ausgleiten ist die Folge. Wenn Sie in einer solchen Situation mit den Füßen bremsen, gibt es einen unfreiwilligen Salto! Also nur mit den Händen und Knien den Sturz abzufangen versu­chen. Bei hartem Schnee gelingt das allerdings ohne Eispickel kaum.
QUEREN VON SCHNEEFELDERN 02Beim Ausgleiten sofort  in Liegestützstellung!

  • Drehen Sie sich so schnell wie möglich auf den Bauch.
  • Drücken Sie mit ge­spreizten Beinen die Schuh spitzen so fest wie möglich in den Schnee.
  • Richten Sie Ihren Körpe mit Unterstützung durch die Arme so weit wie möglich auf.
  • Drücken Sie auch die Hände fest in den Schnee (ohne Handschuhe Ver­letzungsgefahr!).

Üben, Üben und  nochmals üben!

Am besten geht das an einem weniger steilen Firnhang mit sanftem Auslauf. Nützen Sie auch einen ver­regneten Hüttennachmit­tag. In Nähe von Schutz­hütten finden sich oft geeig­nete Übungsschneefelder. Versuchen Sie ruhig auch einmal das Abfahren auf den Schuhsohlen. Abgesehen davon, daß es Spaß macht, vermittelt es vor allem ein gutes Gefühl für das Gleichgewichthalten. So geht es: Füße parallel, Körpergewicht auf die ganzen Schuhsohlen, Kör­per leicht nach vorn. Beim Bremsen Körpergewicht auf die Fersen. Ganz  wichtig:  niemals über ein Schneefeld abfahren, das in Steilabbrüchen endet!

  • umweltpreis 2012 innsbruck

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

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