Im Herzen der Dolomiten – Alta Via Tour

No Comments
 
 

Unterhalb dieser Felswände und dem sich anschließen­den Massiv von M. Popera Valgrande gewinnen wir in westlicher Richtung stetig an Höhe bis zu einem begrünten Rücken auf etwa 2000 Meter Höhe. Hier zweigt beim deutlichen Hinweis „Forc. Starezza“ (mit Pfeil) der Weg leicht nach links unten ab (Pfadspur zunächst nur schwach ausgeprägt!). Auf keinen Fall sollte man sich verleiten lassen, den deutlichen Spuren steil nach unten zu folgen. Diese verlieren sich nämlich in Viehweiden. Spätestens jetzt fordert der aussichtsreiche Weg auf­grund seiner Südlage seinen Tribut in Form von viel Schweiß. Da bis ins Tal kein Wasser zu finden ist, sollten die Trinkflaschen gut gefüllt sein. Mehrere Schuttkare sind anstrengend zu durch­queren, bevor man endlich in den „heiß-ersehnten“ Schatten des schon lange sichtbaren Bergwaldes und kurz darauf zur Forc. Starezza gelangt.

Weiterhin westlich verfolgen wir den deutlich rotweißrot markierten Weg bis zu einer Spitzkehre. Hier gehen wir jedoch weiter geradeaus auf dürftig be­zeichneter, aber deutlich ausgeprägter Spur zunächst leicht auf und ab, später steil hinunter „immer der Nase nach“ bis zum Talort Laggio beziehungsweise Vigo. Von der Piazza dieses Ortes aus bringt uns der Bus entweder zum Start der nächsten Etappe nach Lozzo (meh­rere Gasthöfe und Hotels sowie eine gute Pizzeria in der Ortsmitte) oder zum ge­parkten Auto in Vallesella.

Gehzeit: 5 1/2 bis 6 1/2 Stunden

5. Etappe: Lozzo—Rifugio Bajon

Wir verlassen Lozzo an der Piazza vor­bei links aufwärts in nördlicher Rich­tung auf Weg 268. Im Schatten des Waldes fällt der 1150-Meter-Aufstieg in Richtung Rif. Marmarole leichter als auf der unangenehmen Hüttenzufahrtsstra­ße. Nach etwa 2’h Stunden erreicht man die Ruinen alter Militärgebäude. Von hier aus setzen wir nach bemerkenswert aussichtsreicher Rast den Weg auf einer ebenen Schotterstraße fort, bis in einer mauerbegrenzten Linkskurve Spuren zu einem flachen, auf etwa sieben Meter über Straßenniveau herabreichenden Sattel führen. Ober diesen hinweg que­ren wir zur jenseitigen Kammseite, hal­ten uns links in Richtung Liftanlage und erkennen das auf einem Felssporn er­richtete Rif. Ciareido. Wer mag, kann auch noch das links hinter dem Höhen­rücken liegende Rif. Marmarole besu­chen.

Wir legten jedoch unsere wohlverdiente Mittagsrast im kleinen Rif. Ciareido ein. Von hier aus führen die ausgezeichne­ten Markierungen den Wanderer an so merkwürdigen Felsgestalten wie „el Pupo“ vorbei in knapp einer Stunde zum urgemütlichen Rif. Bajon. Die engagier­te junge Hüttenwirtin spricht übrigens fließend Deutsch.

Gehzeit: etwa 51/2 bis 61/2 Stunden

6. Etappe: Rifugio Bajon ‑ Rifugio Galassi

Zu Beginn dieser Teilstrecke muß man sich an die Hänge der nördlichen Ge­birgszüge halten und auf Weg 262 west­wärts gehen (nicht in die Weidemulde absteigen !). Nahezu eben erreichen wir nach etwa einer Stunde ein Kar mit bis zu haushohem Blockwerk. Anschließend geht es in leichter Kletterei etwa vier Meter gutgestuften Fels hinauf.

Kurz danach führt um einen Felssporn eine etwa 20 Meter lange drahtseilgesi­cherte Querung. Die weitere Strecke zum Rif. Chiggiato ist problemlos. Von hier aus beginnt ein steiler 800-Meter-Ab­stieg bis zum Rio Diassa, den man auf der Brücke überquert.

Nun folgen wir dem Schottersträßchen rechts hinauf zum Rif. Cap. degli Alpini. Gleich danach führt uns der Weg am Eingang einer tiefen Schlucht vorbei, in der die Cassata delle Pile verborgen liegt. Der kurze Abstecher zu diesem ein­drucksvollen Wasserfall lohnt sich auf jeden Fall. Anschließend erreichen wir nach über 600 Metern Aufstieg das Rifu­gio, das trotz Renovierungsmaßnahmen noch den einstigen Militärstützpunkt er­kennen läßt.

Gehzeit: 7 1/2 bis 8 1/2 Stunden

Das Wichtigste in Kürze
Die Alta Via Circolare „Anello del Cadore“ ist eine ausgesprochene Genußwanderung, die sich exakt halbie­ren läßt und in ihrem ersten Teil kei­ne technischen Schwierigkeiten birgt. Wer für die Antelao-Durchquerung in der zweiten Hälfte keine Klettersteig­erfahrung besitzt, kann dieses an­spruchsvollere Teilstück auf einer der beiden Varianten umgehen.

Beste Zeit: Mitte Juli bis Ende September

Ausrüstung: Da jede Etappe auf einer vollbewirt­schafteten

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 

 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments