Mit Ski auf dem Gletscher

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Gletscher, die Überreste der gewaltigen Eismassen, die während der Eiszeiten einen großen Teil der Erdoberfläche bedeckten, sind ständig in Bewegung. Ihre Fließgeschwindigkeit wird durch das Gefälle und durch die Masse des Eises beeinflußt. Fließbewegung, Be­schaffenheit des Untergrundes und unterschiedliche Fließgeschwindigkei­ten des Eises innerhalb des Gletschers lassen Risse und Spalten entstehen. Diese Gletscherspalten stellen die Hauptgefahr für den Skitouristen dar. Offene Spalten sind keine Gefahr, man erkennt sie und kann ihnen auswei­chen. Doch im Winter sind die wenig­sten Spalten offen, meist sind sie trü­gerisch unter einer Schneedecke ver­borgen.

Das Anseilen

Ein alter Bergsteigergrundsatz lautet. »Betrete nie unangeseilt einen Gletscher!« Mit solch absoluten Vorschriften liegt man nie falsch, denn nach einem Spaltensturz fällt der Einwand weg, man hätte erfahren, daß auf jenem Gletscher unangeseilt gegangen werden könne. Immer angeseilt muß werden:Mit Ski auf dem Gletscher 00

>     auf unbekannten Gletschern,

>     bei schlechter Sicht (auch auf bekann­ten Gletschern),

>     nach Schneefällen, vor allem, wenn dabei ein starker Wind ging,

>     in Gletscherbrüchen.

Manchmal kann durchaus auf das Seil verzichtet werden, doch muß eine gewis­senhafte Beurteilung der Schneesituation und des Geländes vorausgegangen sein. Das Risiko beim seilfreien Gehen trägt natürlich der Bergsteiger selbst! Ohne Seil kann unter Umständen ein Gletscher be­treten werden:

>     wenn er vom Sommer her als spalten­frei bekannt ist,

>     in schneereichen Wintern, wenn der Schnee zusätzlich gefroren oder verfirnt ist.

Doch sollte man sich immer vor Augen halten, daß einmal öfter angeseilt stets besser ist als… und daß eine Dreier- oder Viererseilschaft in jedem Falle sicherer ist als eine Zweierseilschaft!

Zum Anseilen auf dem Gletscher benötigt man folgendes Material:

>     Seil,

>     Brust und Sitzgurt (Anseilkombina­tion),

>     ein Seilstück (Durchmesser 9 Millime­ter) von etwa 1 Meter Länge (zur Verbindung von Brust- und Sitzgurt),

>     ein Schraubkarabiner,

Mit Ski auf dem Gletscher 01>     zwei Prusikschlingen (5 Millimeter Durchmesser, etwa 4.2 Meter lang).

Jedes Mitglied einer Seilschaft sollte für den Fall einer Spaltenbergung zusätzlich am Klettergürtel mitführen:

>     zwei oder drei Karabiner

>     zwei oder drei Kurzprusikschlingen (etwa 50 Zentimeter lange, 5 Millimeter starke Reepschnur),

Bei Gletschertouren bindet man sich, im Gegensatz zu Felstouren, nicht direkt ins Seil ein, sondern hängt das Bergseil mit Achterknoten und Schraubkarabiner ins Brustgeschirr, siehe dazu Foto links. Bei einem Spaltensturz sind dann die anderen Seilschaftsmitlieder in der Lage, sich Mit Ski auf dem Gletscher 02schnell aus dem Seil zu lösen und dem Gestürzten zu Hilfe zu kommen, selbst­verständlich jedoch erst, wenn das Seil fixiert ist und Selbstsicherungen mittels Prusikschlingen angebracht sind!

Bevor man die Tour beginnt, muß im Seil eine Prusikschlinge angebracht werden, man vergleiche dazu das Foto in der mitt­leren Spalte! Es ist darauf zu achten, daß die Prusikschlinge auf jeden Fall hinter dem Brustgurt hindurchgeführt wird —günstig ist es, wenn die Schlinge auch noch hinter der Gamasche verläuft —, mit einem Anker­strich wird das Ende der Schlinge um den Skistiefel gelegt. Erst dann wird in die Skibindung eingestiegen. Eine zweite Prusikschlinge kann sofort ins Seil ge­knüpft werden, oder sie wird griffbereit in einer Tasche verstaut. Nach einem Spal­tensturz entlastet man zuerst den Brust­gurt, indem man in die erste Prusikschlinge steigt, danach bringt man die zweite Schlinge an.

Abstände im Seil

Während man früher für den Aufstieg eher große Abstände gewählt hat, so tendiert heute die Lehrmeinung zu kürzeren Seilabständen, etwa sieben bis acht Meter von Mann zu Mann. Für den Aufstieg ist dieser Abstand durchaus ausreichend. Im

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