Lienzer Dolomiten – zwei klettertouren – Laserzwand Neandertaler Weg und Kantenköpfl Nordwand

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Zwischen dem Drautal im Norden und dem Gailtal im Baden liegen, zu küh­nen Gipfeln aufgefaltet, die Lienzer Do­lomiten, eines der Kletterzentren Ost­tirols_ Die Bergformen sind nicht so fein ziseliert wie in den benachbarten Dolo­miten, so daß die “Lienzer” in Form und Aufbau eher manchen Gebirgszügen der Nördlichen Kalkalpen ähneln.Das Zentrum dieses formschönen Ge­birgsstockes bildet das Laserz. In sei­nem Talkessel eingenistet, liegt die Karlsbader Hütte, die Bergheimat der Osttiroler Kletterer. Mit der Geschichte der Hütte eng verbunden ist die Er­schließungsgeschichte der bedeutend­sten Klettergipfel der Lienzer Dolomi­ten, die den Talkessel von Laserz huf- eisenförmig einrahmen, nur nach Nor­den hin ist der Blick frei in die Täler. Seit vielen Klettergenerationen schon ist das Laserz das „Mekka” des Fels­kletterns, bereits in den Jahren um 1910, zur Zeit der Gründung der traditions­reichen „Alpinen Gesellschaft Alpen­raute”, waren die Mitglieder dieses Vereins maßgeblich an der Erschließung der Wände beteiligt. Herausragend steht der Name von Rudl Eller, der als der Haupterschließer der Lienzer Dolomiten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gilt. Bereits im Jahre 1912 gelingt ihm im Alleingang der düstere Alpenrauten­kamin (IV), heute eine der beliebtesten Klettereien des Gebietes, sowie andere Routen durch die dunklen Nordwände.

Als ein „alpines Wunder” bezeichnete man die Durchsteigung der Direkten Laserz-Nordwand (V+) im Jahre 1939, die Dimensionen verschoben sich, vier­zehn Jahre später, 1953, eröffneten Toni Egger und Hans Sauscheck die erste Route durch die gelbüberhängen­den Wandzonen der Südwand (VI/A2). Vor allem die Abstürze der Laserzwand rückten mehr und mehr in den Mittel­punkt der klettersportlichen Erschlie­ßung. Neue und schwierige Routen wur­den gefunden, der gewaltige Kletterberg schien nach den Anstrengungen von Sepp Mayerl, Gernot Röhr, Fritz Zambra, Hermann Neumayr und anderen ent­zaubert.

Doch es gibt kein Ende einer Erschließung. Auch die junge Generation ver- fiel den Lockungen der Laserzwand, Freikletterei war das neue Schlagwort. Die Brüder Leo und Georg Baumgartner suchten im Jahr 1979 eine neue. Route durch die Laserz-Nordwand, dort, wo die Wand am meisten überhängt; ein Wettersturz zwang sie zur Umkehr in Wandmitte. 1980 gelang dann der „Neandertaler Weg”  im sechsten Schwierigkeitsgrad, zur Sicherung wur den fast nur Klemmkeile verwendet. Be reits eine Woche später waren Georg, und Leo wieder im Neuland, im rechten! Wandteil der breiten Laserz-Nordwand,” unterwegs und meisterten die Kanten- köpfl-Nordwand mit nur 6 Sicherungs­haken, das andere besorgten Klemm- keile und ausgefeilte Klettertechnik, diese Route sollte noch schwieriger sein als der „Neandertaler Weg”. Und dem., Beschauer, steht er drunten im Kar und’ folgt mit dem Auge dem Routenverlauf,’ wird es kalt den Rücken herunterlaufen.; Noch viele andere Schaustücke bergen’ die Lienzer Dolomiten, Wanderwege und , Klettertouren, seien es die Spitzkofeltürme, die vergessenen Routen am Kreuzkofel oder der großartige Höhen­weg, der eindrucksvoll durch das Zen­trum der Lienzer führt. Die Lienzer Do­lomiten sind schon immer ein Traum­land für Bergsteiger gewesen, haupt­sächlich aber findet hier der Felsklet­terer seine Ziele, extreme Ziele in den gewaltigen Felsriffen südlich des weiten Lienzer Talkessels.

Laserzwand-Neandertaler Weg

Erste Begehung durch Georg und Leo Baumgartner am 13. September 1980. Kletterzeit der Erstbegeher etwa 9 Stun­den. Wandhöhe etwa 550 Meter. Zur Sicherung wurden Klemmkeile der Größe 3 bis 10 verwendet.

Allgemeines: Der mittlere Wandteil vom Beginn der schwarzen Rißverschneidung bis oberhalb des großen Blockes wurde schon vor einigen Jahren von Thomas Abermann erklettert. 1979 begingen Leo und Georg Baumgartner den unte­ren Wandteil, mußten aber wegen eines Wettersturzes umkehren, im September 1980 gelang dann der Durchstieg. Die Route zählt zu den schwierigsten Klet­tereien der Lienzer Dolomiten.

Zugang: Von Lienz über Tristach und Kreithof mit dem Auto zur Dolomiten- hütte. Vom _Parkplatz in einer Stunde über den ,,Rudl-Eller-Weg” zum Wand­fuß.

Führe: Der Einstieg befindet sich am rechten Rand der unteren Plattenzone. 1. SL: Man folgt dem durch die Platten nach rechts emporziehenden Kamin (45 m, Ill). 2. SL: Im Kamin weiter bis unter einen gelben Aufschwung (25 m, IV). 3. SL: Rechts durch Riß empor durch die gelbe, überhängende Wand (25 m, VI). 4. SL: Weiter

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