Lotus Flower Tower – der Idealberg in den Logan Mountains

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Kein Zweifel, das ist „Tombstone Mea­dow”. Abenteuerlich geformte Granit­blöcke liegen verstreut im Talgrund, durch Wiesen und über Moosflechten fließen Gletscherbäche, Wasserfäl le tosen über geschliffene Felsplatten. Im großen Rund des Talschlusses kann man die Ansätze von glatten Felswän­den ausmachen, darunter Moränen und kleine Gletscher, darüber, immer noch, Regenwolken.

Zwei Tage, nachdem uns die Cessna am Glacier Lake abgesetzt hatte, sind wir am Ziel. Wir stellen unser kleines Basislager auf und holen am nächsten Tag die letzten Lasten herauf. Das Wet­ter hat sich etwas gebessert, doch jeden Abend fällt der inzwischen üblich ge­wordene Regen. Am nächsten Morgen allerdings scheint die Sonne und die Berge ringsum sind frei von Wolken.

Wir brechen auf, um unseren Berg zu suchen, der uns die lange Reise von Europa herüber nach Kanada machen ließ. Nachdem wir das linke Seitental erfolglos abgesucht haben, steigen wir hinauf durch das rechte Gletscherbecken und dort, hinter einem Gratrücken, taucht er allmählich auf — der Lotus Flower Tower. Wir sind begeistert von seiner Wand, die Realität übertrifft un­sere Vorstellungen.

Zwei Tage später, nachdem sich das Wetter stabilisiert hat, stehen wir am Einstieg. Erst jetzt werden mir die Di­mensionen und unsere Situation in der einsamen Bergwelt der Logan Moun­tains richtig bewußt, recht zaghaft bringe ich die erste Seillänge hinter mich. Wir klettern im „Yosemite Style”, die beste und schnellste Lösung unter den gegebenen Umständen. Nach den ersten, technischen Seillängen, die wir mit Hilfe von Klemmkeilen überwinden, verlassen wir die Einstiegsverschnei­dung und stehen über einem Dach in der freien Wand. Weit droben können wir den markanten, angelehnten Pfeiler erkennen, der die Wandmitte kenn­zeichnet und den einzigen bequemen Biwakplatz der gesamten Wand präsen­tiert. Unsere Wand ist tafelglatt, die meisten Standplätze sind Schlingenstände.

Zwei wunderbare Freikletterseillängen in plattigem, grauem Granit bringen uns zum Beginn des Rißsystems, das als Ideallinie unseren Weg zum Gipfel zeichnet. Wir klettern durch Risse jeder Breite, die Jümartechnik erweist sich hier stellenweise als sehr unpraktisch, doch bleibt uns keine Wahl, und müh­sam arbeiten wir uns weiter…

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