Lienz

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Vier selbständige Gebirgsgruppen umrahmen Lienz: die Lienzer Do­lomiten, die Deferegger Alpen, die Schobergruppe und die Kreuzeck­gruppe. So unterschiedlich diese Gipfel sind, so vielgestaltige Möglichkeiten für Bergsteiger und Skitouristen gibt es.

Ich habe sie auf den folgenden Seiten, in alphabetischer Anordnung, für Sie geschildert.

Natürlich: Lienz ist teilweise schon eine moderne Stadt. Aber sie hat At­mosphäre und verleugnet ihre mittel­alterliche Vergangenheit nicht. Zu jener Zeit nannten die Lienzer die südlich vor Ihnen aufragenden Berge die »Unholden«, und noch heute über­schreitet man von Nikolsdorf zum Hochstadelhaus die »Unholdsam«. Erst viel später wurden daraus die Lienzer Dolomiten. Lienz ist gastlich. Man kann dort gut und billig wohnen.

Wer es lieber ländlich mag, der findet in den gemütlichen Dörfern des Drautales sein Unterkommen.

Auffallend sauber empfängt mich die Stadt; es gibt eben keine umwelt­belastende Industrie. Bald bedauere ich jedoch, daß die Stadtväter vergessen haben, im Zentrum Ruhezonen anzu­legen. Da und dort mangelt es auch an Gehsteigen, was mich besonders beim lebhaften abendlichen Straßenverkehr störte. Gestört haben mich auch (und nicht nur mich, den Fremden) manche neuartige Betonklötze im ursprünglichen Stadtbild. »Das paßt nicht zu uns«, sagten Einheimische, mit denen ich darü­ber sprach, zu diesen architektonischen Errungenschaften.

Nach dem Abendessen aber ist der Autolärm längst verebbt. Ich schlendere durch stille, mittelalterliche Winkel. Aus einem offenen Fenster tönt Kla- vierspiel, das mich noch bis zum nahen Hauptplatz begleitet. Hier habe ich freien Ausblick: Weit über der Stadt die Lichter der Zettersfeld-Bergstation. Ich fahre hinauf nach Dölsach, etwa sechs Kilometer Richtung Winklern. Etwas abseits der Iselbergstraße und hoch über dem Lienzer Talkessel steht — ein wenig hinter Bäumen versteckt — die Pension »Lhotse Shar«, das Heim von Sepp Mayerl, der durch die Erstbesteigung des Lhotse Shar 1970 weltbekannt wurde.

Überall hängen große Bilder von den Bergen der Welt, wohin es den Blasl immer wieder zieht. Ein Porträt fällt mir besonders auf: Ang Choppal, der be­rühmte Sherpa, der Mayerl auf den schweren Siebentausender Fang beglei­tete. Ang Choppal war auch schon einmal in Dölsach zu Besuch.

Etwas später trete ich auf den Balkon vor meinem Zimmer hinaus. Der Mond leuchtet, die scharfen Grate der Lienzer Dolomiten stehen wie ein Scherenschnitt gegenüber. Ich glaube, daß es schön sein müßte, hier daheim zu sein — oder zumindest seinen Urlaub zu verbringen.

Anreise

Mit dem Auto: Von Norden über Autobahn Salzburg — Inntalautobahn bis Wörgl-Ost — Kitzbühel — Paß Thurn — Mittersill — Felbertauerntunnel — Matrei. Öffnungszeiten: Mai bis Mitte Juni von 6:00 – 20:00 Uhr bis Mitte September von 5:00 – 21:30 Uhr bis Ende Oktober von 6:00 – 19:30 Uhr. Letzte Tageseinfahrt jeweils 45 Minuten vor Nachtsperre. 10 Euro. Keine Rück­fahrtermäßigung. http://www.felbertauernstrasse.at  Von Osten über Klagenfurt und Spittal, von Süden über Plöckenpaß, Gailbergsattel und Oberdrauburg, von Westen durch das Pustertal.

Mit der Bahn: Entweder über die Bahnlinie Innsbruck — Brenner — Brixen — Pustertal Lienz oder München — Salzburg — Tauerntunnel — Spittal — Lienz.

Arzt

In Lienz gibt es mehrere Allgemein- und Fachärzte. Das Krankenhaus befindet sich in der Emmanuel-von-Hibler­Straße 5. Telefon 04852/606 – 0, Notruf des Roten Kreuzes: 144. http://www.kh-lienz.at/kh-lienz/


Bademöglichkeiten

Das »Dolomitenbad« (Halle, im Som­mer Becken im Freien) bietet zusätzlich Sauna und Solarium und ist täglich von 9 Uhr 30 bis 22 Uhr geöffnet. http://www.osttirol-online.at/urlaub/sportanlagen-lienz/baeder/freibad

Bergrettung

Herbert Zambra Ortsstellenleiter der Bergrettung Lienz (sie benutzt zumeist Hubschrauber), der ein Team von etwa 50 Helfern leitet (Mobil: +43 676 6163963). http://www.bergrettung-tirol.com/php/detail.php?district=6&localeoffice=2

Bergsteiger-Informationen

gibt es im Alpenvereinshaus, Defregger­straße 11, Telefon 04852/72105. http://www.alpenverein.at/lienz/

Bergsteigerpersönlichkeit

Sepp Mayerl (der »Blasl-Sepp«) ist ein heraus­ragender Lienzer Bergsteiger. Sowohl Reinhold Messner als auch Peter Ha­beler bezeichnen ihn gerne als ihren alpinen Lehrmeister. Die Erstbe­steigung des Lhotse Shar (8398 Meter) am 12. Mai 1970 machte Mayerl inter­national bekannt. Ein Jahr zuvor gelang ihm im Rahmen der Tiroler Andenex­pedition 1969 die erste Begehung des Yerupaja-Südostpfeilers. 1980 glückte

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