La Varella – Birkenkofel – Hochbrunnerschneide – Antelao – Vier Dolomiten Höhepunkte

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Auch für Bergwanderer gibt es große Gipfel in den Östlichen Dolomiten

An der Faneshütte sind wir ehrlich froh, daß die wilde Jeepfahrt ein Ende gefunden hat. Es scheint, als wollte der »Taxi«-Chauffeur unbedingt beweisen, daß die Straße von Pederü herauf mit unserem Auto nicht zu bewältigen wäre. Erleich-tert wandern wir zur Großen Fanesalpe hinüber. Bald heißt es für einige Stunden Abschied nehmen von den grünen Böden mit ihren malerischen Bachläufen. Öde, schutterfüllt und teil-weise mit Schneeresten bedeckt, liegt der Vallon de Lavares vor uns. Über rauhe Erosionsplatten kommen wir rasch höher, nur ganz im Talschluß wird der Aufstieg schweißtreibend.
Dann stehen wir am Steinmann des Westgipfels und schauen überwältigt in die Runde: Hohe Gaisl, Sextener Dolo¬miten, Tofanen, Pelmo, Marmolada, Sella, Langkofel, Puez, weit hinten die schneebedeckte Ortlergruppe. Wir dehnen das Verweilen bis in den Nach¬mittag, nichts drängt uns, und so wird es fast Abend, bis wir die Faneshütte wieder erreichen. Der letzte Jeep ist längst dahin, also müssen wir zu Fuß zum Auto hinunter! Da — ein Motoren¬geräusch. Der talwärts fahrende Hütten¬wirt hat offenbar ein Herz für müde Bergwanderer und weist uns auf die blanke Ladefläche. Es folgt ein »Höllen¬ritt« durch die riesigen Schlaglöcher, der die Fahrt von heute Morgen bei weitem in den Schatten stellt.

La Varella, 3053 Meter

Talort: St. Vigil, 1201 Meter.

Ausgangspunkt: Pederü, 1545 Meter.

Stützpunkt: Faneshütte, 2060 Meter, Jeeptaxi von Pederü.

Aufstieg: Von der Faneshütte über das Limojoch, 2172 Meter, auf die Große Fanesalpe und zum Tadegapaß. Hier rechts ab in den Vallon de Lavares, am Cunturinessee vorbei und etwas mühsam in den Sattel zwischen La Varella und Cunturines­spitze. Nun nördlich über Schrofen und ein Felsband zum Westgipfel und über ein Gratstück auf den Hauptgipfel. Etwa vier Stunden.

Abstieg:  Wie Aufstieg.

Schwierigkeiten und beste Jahreszeit: Etwas Trittsicherheit und Ausdauer erforderlich. Günstig ab Ende Juli bis Mitte Oktober.

Birkenkofel — wo ist der eigentlich?«, fragt mich Traudl während der Fahrt durch das Pustertal. »Da vorne, das schöne Felshora«, entgegne ich. »Eigentlich nicht zu über­sehen, warum steigt da kaum jemand hinauf? «

Nach einer guten Stunde glauben wir es zu wissen: Der erste Teil des Weges ist ein elender Schinder. Aber bald wird der Steig bequemer und stim­mungsvoll steht der Dürrenstein in der ersten Morgensonne. Wie wir uns erst beim Mitteralpelsee fühlen! Ein Rast­platz wie aus dem Bilderbuch. Gemsen queren die steile Schuttreise unter der Lückelescharte. Dort hinauf müssen wir. Oben faszinieren uns besonders die Drei Zinnen, die von hier ungewöhnlich bizarr aussehen.

Der Weiterweg auf den Hocheben­kofel ist fast ein wenig eintönig. Erleichtert stellen wir fest, daß der Übergang zum Birkenkofel interessant zu werden verspricht. In der Tat — luftig geht’s dort hinüber, aber es ist nicht schwer. Allein stehen wir beim Kreuz und wissen, daß sich im Bereich des Paternsattels, nur wenige tausend Meter Luftlinie entfernt, die Bergwanderer fast gegenseitig auf die Füße treten.

Birkenkofel, 2922 Meter Hochebenkofel, 2905 Meter

Talort: Toblach, 1209 Meter.

Ausgangspunkt: Straße Toblach — Schluderbach, knapp zwei Kilometer südlich des Toblacher Sees.

Aufstieg: Auf sehr steilem Serpenti­nenweg (blaue Markierung) anstren­gend empor, bis der Steig am Fuß des Hohen Kreuzstocks fast eben wird. Dann über Almböden hinauf zum malerischen Mitteralpelsee. Über ei­ne steile Schuttreise in die Lückele­scharte, 2529 Meter. Jetzt nördlich über ein Felsband und durch eine leichte, schrofige Schlucht auf das breite Schuttdach des Hocheben­kofels. Unschwierig zum Gipfelzei­chen. Auf und neben dem Grat, zu­letzt durch einen kleinen Kamin zum Kreuz. Etwa fünf Stunden vom Tal.

Abstieg:  Wie Aufstieg.

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