Von der Cima di Vezzana zur Cima dei Bureloni und Cima delle Zirocole

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konnten also getrost einen Versuch machen. Zwei Bilder wurden im »Fluge über den Gipfele« mit der Kamera noch festgehalten: die Nordflanke des Cimone und der Blick auf die Fiocobongruppe.

Nach einem Gesamtaufenthalte von sieben Minuten ging es vom Gipfel nordöstlich hinab. An dieser Seite dacht ein Firnrücken ab, der nach Norden mit einer Wand niedersetzt; diesen Wandgürtel nun an geeigneter, womöglich niedrigster Stelle zu durchklettern, ist die Hauptaufgabe. Wir fanden nach etwa zehn Minuten einen, wenn auch sehr steilgestuften, so doch ganz guten Durchschlupf und standen bald unten am steilen Firn. Mit einem großen Bogen nach rechts umgingen wir eine Stelle blanken Eises und gelangten abfahrend bis an einen gewaltigen Steil­absturz gegen die Val Strutt. Ober diesem zogen wir am Fuße des eben ver­lassenen Firnhanges auf aperem Felsbande westlich hinüber bis zu einer niederen, aber brüchigen Wandstufe. Vorsichtig abkletternd, standen wir in kürzester Zeit unter derselben auf dem steilen Schnee. Mit dem Seile uns gegenseitig versichernd, dringen wir nunmehr auf dem Gehänge rasch vor und betreten bald jubelnd die weite Schartenkehle nördlich der Vezzana. In unseren Freudenruf mischt sich das nun wieder vernehmbare Sturmestosen und -Brausen in den hohen Felswänden der Vezzana. Die steilen Mauern zittern scheinbar unter der Wucht des heulenden Sturmes.

Von himmelhohen Wänden, bizarren Türmen, Eis- und Schneemassen um­geben, stehen wir hier auf der Scharte inmitten einer wunderbaren Bergwelt. Diesseits blicken wir über die steilen Gehänge auf die lachenden, grünen Matten von Rolle, während wir jenseits zwischen Felswänden hindurch über der Tiefe der Comelleschlucht das Haupt des Monte Agner gewahren.

Die Felsmauern zu unserer Linken im Norden werden von zwei großen Schneerinnen durchfurcht, deren letzte, zugleich gangbarste, direkt auf die tiefste Einsattlung (den Passo di Burelon) zwischen Cima dei Bureloni und Cima delle Ziroccole leitet. Um zum unteren Ende dieser Schneeklamm zu gelangen, ist es notwendig, noch ein gutes Stück auf dem stark geneigten Firn hinabzusteigen; dann gilt’s einen markanten Felssporn, der die beiden benachbarten Rinnen voneinander trennt, zu umgehen, und nun können wir in die steile Rinne einsteigen.

Seillängenweise arbeiten wir uns in ihr empor, bald ziehen wir wegen einzelner, in Riesensprüngen verdächtig zu uns herabtanzender Steinchen gegen die rechte Begrenzungsflanke, und klettern in der oft überhängenden Randkluft, nur hie und da auf den steilen Hang hinaustretend, empor. Hoch oben gabelt sich die Rinne und wir wählen als die bessere den rechter Hand abziehenden Ast. Blankes Eis tritt leider auch hier schon unter der unverlässlichen, steilen Schneedecke zutage, dabei erreicht die Rinne hier eine Neigung von gewiss über 70 Graden. Die Wände treten gegen das Ende immer enger zusammen, bis sie im letzten Teil des An­stieges nur mehr höchstens 1 ½ m Entfernung voneinander erreichen. Der Voran­gehende erscheint hier wahrhaftig schon, als stände er fallrecht ober einem.

Immer steiler wird der Schnee; schon leuchtet zwischen den schroffen Mauern über dem scharfen, sonnenbeleuchteten, weißen Schneerand das Blau des Himmels herab — man glaubt den Rand schon erfassen zu können — aber noch eine Seillänge trennt uns von ihm: der senkrechte Abbruch einer Schneewächte beim Aus­stiege gibt uns noch tüchtig zu schaffen — dann aber eine Schwungstemme —, wir liegen auf dem sanften Firn des Sattels und blicken hinüber in den liebgewonnenen, sonnigen Kessel der Val Grande. — Dem steilen Schlunde entronnen zu sein, die so lang geplante Tour nun der Hauptsache nach zu Ende geführt und nun wieder bekannten Boden betreten zu haben, das waren Momente, geeignet, in unserem freudig bewegten Inneren ein wahres, echtes Hochgefühl wachzurufen. Es war nicht eine ununterbrochene Kette von Gefahren großer Art, durch die wir uns heute

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