Von der Cima di Vezzana zur Cima dei Bureloni und Cima delle Zirocole

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(Eine Durchquerung der südlichen Hälfte des Nordzuges.)

»Sollten wir hier nicht ein wenig das Nachlassen des Regens abwarten? «  So fragte ich meinen Bruder, als uns am Wege zur Rifugio Rosetta über der Palaalpe plötzlich ein Regenschauer überraschte. »Ich meine, wir halten uns lieber jetzt hier nicht auf, denn sieh’, im fernen Westen ziehen hinter der vermeintlichen Lichtung greuliche Wolkenhaufen auf, das gibt ein tüchtiges Wetter. Ob wir dann recht­zeitig die gelben Überhänge erreichen — und wer weiß, wie lange es währt!« Also beschlossen wir einen beschleunigten Schritt.

Eine Nacht hatten wir nunmehr nach unseren vieltägigen Strapazen und Frei­lagern in S. Martinos prächtigen Betten selig verträumt und uns nachher von unserem Freunde getrennt. Er musste über Rolle heimwärts ziehen; während wir in den letzten Nachmittagsstunden bergwärts wanderten. Unser Ziel war vorläufig das Rifugio Rosetta und am nächsten Morgen wollten wir endlich unser ältestes Pro­jekt versuchen — den Übergang von der Vezzana zur Cima dei Bureloni.

Nun müssen wir eilen, wollen wir der Wut des herannahenden Wetters ent­fliehen. Wir laufen mit ihm bergwärts zur Wette — und gewinnen. In die gast­liche Hütte eintretend, können wir zwei liebe Wiener Bekannte auf das herzlichste begrüßen. Auch unserem freundlichen Hüttenwirtschafter sowie Dedorigo reichen wir als alte Bekannte die Hände.

Während wir plaudern, verfinstert sich plötzlich der Himmel, grelle Blitze durchzucken ringsum die Landschaft und das gefürchtete Wetter setzt mit einem tüchtigen Hagelschlag ein. Lange währte es, ehe sich die Wut der Elemente legte. — — — Als wir hernach einen Spaziergang auf die Rosetta unternahmen, widerhallte das Donnergrollen des über die Croda Grande ostwärts ziehenden Gewitters noch oft und oft in den prallen Felswänden unserer Berge, über die sich beim Auflösen des Nebels ein zarter weißer Schleier aus Hagel- und Graupenkörnern breitete. Die bald folgende Abend­dämmerung bot ein wirkungs­volles Farbenspiel, welches durch das nunmehr dahinziehende Ge­witterdunkel im Osten und einzelne bedrohliche Wolken­bänke im Westen erhöhten Reiz erhielt.

Als wir nach einer gutver­brachten Nacht um 4 Uhr mor­gens erwachten, tobte draußen ein wütender Sturm. Unser erster Gedanke galt der geplanten Tour: wie wird es uns heute dort oben wohl ergehen ? — — — Als Zweifler zogen wir, nach­dem wir Abschied genommen hatten, den uns wohlbekannten Weg unter der Corona dahin, gegen den Passo Bettega. Oft mussten wir uns mit aller Kraft gegen den Wind stellen, um der Gewalt widerstehen zu können, oft wieder im Wandern innehal­ten, um mit dem Rücken gegen

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