Cimone della Pala – Cima di Vezzana

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Rosettahütte, 5. September, 4 Uhr morgens : Die Quecksilbersäule ist während der Nacht auf drei Teilstriche unter den Gefrierpunkt gesunken. Draußen kalt­klares, sternenübersätes Firmament. Im Westen geht der Mond schon zur Rüste, und nur mattes Licht dringt noch von dort zu uns herüber. Als wir um 5 Uhr die Hütte verlassen und uns gegen die Cima Corona wenden, dämmert es be­reits im Osten. Anstatt in der Comelleschlucht in der Richtung gegen den Ein- gang des vom Travignolopasse herabziehenden Tales hinabzusteigen, benützen wir das seit diesem Jahre angelegte Steiglein, das uns fast eben unter der Corona durch zum Bettagapasse leitet. Wir eilen, um uns zu erwärmen, und sind nach 25 Minuten schon auf dem genannten Sattel. Auf bekanntem Wege geht’s hinab ins schneeer­füllte Val dei Cantoni. Die Firnmulde, welche zwischen Cimone und Vezzana herab­zieht, verengt sich an einer Stelle zu einer steilen Rinne. Heute ist blankes Eis da­rinnen, und um uns Arbeit zu ersparen, durchklettern wir die steilen, aber gut ge­stuften Felshänge zur Linken und erreichen so die oben auf breiter Schuttterrasse vom Travignolopasse herüberfüh­rende Steigspur. Vor dem Felseinstiege finden wir den üblichen Rastplatz der Ci­mone-Ersteiger, gekennzeich­net durch das Umherliegen von mehr denn hundert leeren Flaschen, deren teil­weise noch leserliche Aufschriften die mehr oder min­dere Güte des ehemaligen Inhaltes verraten. Uns widert es an, hier auf dem so unpoetischen Frühstücksschlachtplatze zu verweilen, und wir suchen uns deshalb einen höhergelegenen, unberührteren Ort, wo wir dann zehn Minuten ausruhen und unser überflüssiges Gepäck hinterlassen. Nun übersteigen wir eine Scharte und queren, drüben etwas absteigend, auf einem Felsbande in die schneeerfüllte Schlucht hinein; durch das bekannte tunnelartige Loch hindurchkriechend, erreichen wir in ihr emporsteigend in weiteren zehn Minuten die steile Einstiegswand mit dem 30 m langen Drahtseil, welchem der Cimone seine vielen Ersteigungen verdankt. Unserem Begriffe nach geht es spielend über die Mauer empor, dann links zum kleinen Kamin, der, da wir ihn gleich richtig anpacken, mit wenigen Schritten überwunden ist. Viel mehr Acht­samkeit erfordert hingegen, besonders beim Abstiege, die folgende kurze, aber senk­recht abfallende Wandstufe und die sich daranschließende, zur ersten Gratscharte emporführende Nebenrippe, welche unvermittelt gegen den Südabsturz abfällt. Von dieser Scharte nach links über steile Felsen ankletternd, betreten wir nun den langen, zerzackten Gipfelgrat des Cimone und erreichen nach kurzer Kletterei einen ebenen, mit feinem, rotem Schutt bedeckten Sattel. Es ist das einzige halbwegs breitere Plätzchen auf dem ganzen, langgestreckten Cimone. Wer weiß, wie lange noch sein Bestand währt; der zernagte Pfeiler, der es trägt, kann über Nacht zur Tiefe stürzen. Über die folgende schmale Schneide geht nun ein lustiges Klettern an, bald rechts, bald links ausweichend, dann wieder die entgegentretenden Klötze direkt übersteigend, gelangen wir knapp vor dem Hauptgipfel zu einer von der

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