Mont Blanc – Ein neuer Weg vom Domgletscher auf den Montblanc

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Ein neuer Weg vom Domgletscher auf den Mont Blanc

Von
Ämilius Hacker

Unvergänglich hat sich der erste Anblick des Montblanc von Süden meinem Gedächtnisse eingeprägt. Einem endlos wogenden Nebelmeere, das von den Aiguilles d’Arves bis zu seinem Fuße geflutet, wohl an 3000 m hoch ertragend als unbestrittener Herrscher seiner Bergwelt, die neuschneebelasteten Flanken umwallt von flammendem Purpur zu Ehren der scheidenden Himmelskönigin, dünkte er mich das Symbol unver­gänglicher Urkraft. Mit ihm uns zu messen, war längst unser Gedanke, und die Zeit dazu war nun gekommen. Hingestreckt auf herrlich grünem, zunächst der Cantine de la Visaille im Val Veni (1653 m) blicke ich auf zu den blinkenden Firnen. Direkt zu Häupter erschien der Montblanc de Courmayeur, 4753 m, von dem zur Rechten der furchtbare Pétéretgrat sich herabsenkt, kulminierend in der eisglitzernden Aiguille Blanche de Pétéret und der trutzigen Notre de Pétéret, die unvermittelt gegen das liebliche Val Veni abbricht, zur Linken der zerklüftete Brouillardgrat mit dem bisher von Süden unbezwungenen Picco Luigi Amedeo.

Und talauf gleitet der Blick über die ungeheure Moräne des Miagegletschers zur eisüberfluteten Aiguille de Trelatete zu den beiden Aiguilles des Glaciers und talab, entlang der zerklüfteten Südwände der sich drohend emporreckenden Dent du Géant, der Aiguille de Rochefort bis zu den Grindes Jorasses. Fürwahr, eines der gewaltigsten Bilder in den Alpen. Und doch ist der Eindruck ein har­monischer, unserer Seele vertrauter. Lärchen- und Fichtenwald umschließt die saftigen Alpenmatten, klettert an den Steilhängen empor, bis ihm die Natur das Existenzminimum versagt. Sogar die Moränen sind belebt — überall herrliches Grün im öden Grau des Gesteins. Wie anders im Dauphiné, im Vallon de Grande Ruine. der Heimstatt von ewigem Eis und Fels.

Die Sonne sinkt um 6 Uhr 30 Min. hinter die Aiguille de Trélatéte, bald darauf verblassen die letzten Streiflichter am Montblanc du Courmayeur, scharf liebt sich der Zackenkamm des Mont Brouillard vom westlichen Himmel und seine Flanken und Kare sinken in abendliches während Düster,   die Firne ostwärts der Geaast in flüssigem Golde erglänzen und nach und nach in glühender Lohe entflammen, an den Grandes Jorasses der letzte Glanz erstirbt. Sonnenuntergang am Montblanc! Vom Frost durchschauert, trete ich behutsam in die Hütte, deren alleinige Herren mein treuer Gefährte Pichl und ich diese Nacht sind. Er ist unwohl und pflegt der Ruhe, ich braue Tee, nehme mein karges Mahl und trete wieder hinaus in die Sternennacht. Der Mond war aufgegangen, Firne und Gletscherbrüche

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