Die Plattenumrahmung – Wetterstein – Zugspitz

No Comments
 
 

Das Beintal schließt unvermittelt eine breite, latschenbewachsene Steilwand, Schrecken der Zugspitzfahrer; denn der bequeme Pfad steigt nun steiler empor.
Unter uns liegen die Schuttströme in harter, greller Beleuchtung zu Füßen der Hochwannerwände. Die Tannen, durch deren Wipfel der graue Fels schimmerte, sind eine schwarzgrüne, finstere Masse. Durch die Krummäste der Latschen bricht der steinige Weg, ungedämpft knirscht der langsame, schwere Tritt im Geröll. Eine fremde, eigenartige Gebirgswelt, verwandt mit jener, die südwärts unser Auge bannt, öffnet sich mit dem Betreten des Hochplateaus.

Die Welt der jähen, unvermittelten Formen, der scharfen, wirren Kontraste liegt unter uns, verschwimmend im Sonnenglast. Statt hoher Felsmauern und tausendtürmiger Grate, ruhige, milde Wellenlinien, hoch oben das blitzende Weiß des Firns. Unbewusst sucht das Auge nach dem gewohnten, entschiedenen Abschluss. Eine armselige Kette von kleinen Türmen ist es, die im Westen den Ferner umsäumt. Nur ein massiger Klotz, mächtige Platten, die sich aus dem einförmigen Auf und Nieder in energischer Weise heben, erinnern an die vergangene Pracht.

Das Zugspitzplatt ist ein von West nach Ost leicht geneigtes Hochplateau,dessen oberste Regionen der große Schneeferner überdeckt, während die regellosen Kuppen teils noch eine kümmerliche Vegetation tragen, Die unscheinbaren Wände im Norden gehören der Zugspitze an.

Ober diese Flanke geht der gewöhnliche Heereszug. jenseits der Weitung der Schneefernerscharte steigt der Schneeferner-kopf an, dessen mächtiger, felsdurchsetzter Rücken den Ferner teilt. Ein zer­hackter, gebrochener Grat leitet zu den Türmchen und Zacken der Wetterspitzen. Die kühne Figur der Plattspitze und die imposanten Platten der Gatterlköpfe bilden die südliche Umrahmung. Die Umgrenzung des Platts hat ungefähr die Form eines nach Osten offenen Hufeisens. Die beiden Bruchpunkte sind das Zugspitzeck, an welchem der Kamm nach Süden umbiegt, und die Mittlere Wetterspitze, wo die frühere, westöstliche Richtung wieder aufgenommen wird. In der übermächtigen Nachbarschaft des Kulminationspunktes mussten naturgemäß die an und für sich unbedeutenden Gipfel der Plattumrahmung gänzlich verschwinden und so ist ihre Geschichte kurz und einfach.

Zwischen Zugspitzeck und Schneefernerkopf befindet sich die breite Schnee­fernerscharte. Ein einziges Bild lohnt ihren Besuch. Wie sich Ehrwald mit seinem weißen Kirchturm, inmitten der grünen, lebendigen Natur, im kantigen Rahmen eines mächtigen Felltors zeigt. Auch der Schneefernerkopf ist jedem zu empfehlen, der nicht bloß aus Zugspitzinteresse über das Platt stampft. Seine Aussicht ist auch für den wertvoll, der sonst nicht nach der Quantität des Gebotenen schätzt. Die leichte und bequeme Ersteigung lohnt sich außerordentlich. H. v. Barth, von dem die erste Schilderung stammt, fand bereits Steindauben vor, die offenbar von der Landesaufnahme herrührten. Der normale und auf diesen Gipfel einzig zweckmäßige Weg führt über den Ferner auf den Grat und von diesem zum breiten Gipfel.

Eine zweite Route fanden am 25. Oktober 1900 J. Enzensperger und A. Heinrich, indem sie den Südgrat bis zum Abbruch gegen die Nordwestliche Wetter­spitze verfolgten, in die Südostwand einstiegen und das mächtigste der zahlreichen Schichtenbänder bis zum Übergang in den großen Schneeferner benützten. Einen praktischen Wert hat der Weg nur bei einer Wanderung von der Zugspitze über die Gipfel der Plattumrahmung. Das gleiche gilt von dem vollständigen Grat­übergang von der Zugspitze zum. Schneefernerkopf, den J. Enzensperger im gleichen Jahre ausführte. Der Südgrat des Schneefernerkopfes hat noch keinen Bezwinger gefunden. Die Wetterspitzen blieben lange Zeit unbeachtet. Erst im Sommer 1894 erstieg

  • ツークシュピッツェ天気
  • klettern wetterwand wetterstein
  • ツークシュピッツェ 天気
  • kamień pogoda górale
  • ツークシュピッツェ 天気 カメラ
  • santnerspitze beleuchtung
  • wettersteingebirge
  • wetterspitze zugspitze grat
  • maison de l'escalade időjarasa
  • időjárás a Zugspitze- én

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments