Der Blassenkamm

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Noch weniger wie im Waxensteinkamm, finden wir in dem langen Grat, der von der Zugspitze ostwärts zieht, ausgeprägte, schöne Gipfelformen. Der ganze Kamm ist lediglich eine hohe, langgestreckte Mauer, mit seltenen und minderwertigen Erhebungen. Seine mächtige Wirkung liegt in dem geschlossenen Aufbau in der bedeutenden Kammhöhe, die dem Waxenstein gegenüber doppelt hervortritt. Der Grat ist nach seinem mächtigsten Gipfel, dem Hochblassen, benannt worden. Die Steilheit der beiden Flanken ist im Blassenkamm wesentlich durch die Einlagerung zahlreicher Kare gemildert, von denen aus die ersten Angriffe erfolgten.

Die Geschichte dieser Berge ist fast ausschließlich mit den älteren Bergsteigern verknüpft. Der Mangel kühner Türme und verwegener Zacken hat auf den jetzigen Besuch einen entscheidenden Einfluss ausgeübt. Das Splitterzeug der Runsen und Rinnen, ohne charakteristische Kamine oder Wände ist nicht geeignet, das Herz eines Kletterers zu erfreuen. Der Bergsteiger muss hier über dem Kletterer stehen. Die Innere Höllentalspitze besuchte im Jahre 1871 H. von Barth und zwar vom Gemskar aus. Die Plattenwand im Hintergrund des Kars überwand er in der Ecke, die der Kirchlgrat mit dem Hauptkamm bildet, und stieg dann schräg nach Westen zum Gipfel auf. Die zweite wesentliche Route vom Weißen Tal aus eröffneten K. Babenstuber, Gg. Hofmann und H. Schwaiger im Jahre 1882.

Der südliche Zweiggrat, der diese beiden Kare voneinander trennt und mit dem Brunntalkopf jäh abbricht, wurde zum dritten Weg. 0. Ampferer und H. Beyrer überkletterten im Jahre I897 diesen Gratabsenker. Der Brunntalkopf selbst war schon fünf Jahre zuvor von 0. Jäger gelegentlich topographischer Arbeiten erstiegen. A. Heinrich und M. von Laßberg eröffneten im September 1901 noch einen anderen Weg. Sie durchkletterten die unmöglich aussehende Nordwand vom Höllentalferner weg. Besondere Schwierigkeiten bereitete ihnen nur der überstieg vom Ferner in die Wand und deren unterstes Stück.

Den langen Verbindungsgrat zur Zugspitze hat E. Diehl bewältigt. Gelegentlich der Ersteigung der Inneren Höllentalspitze betrat H. von Barth auch die Mittlere Höllentalspitze, den mittleren Punkt der langen Gratmauer im Hinter­grunde des Höllentals. In Nebel und Sturm stieg er ins Gemskar ab. Eine neue Route aus dein innersten Grunde desselben Kars fand O. Jäger. Außerdem gestattet auch der von diesem Gipfel südwärts ziehende Ast, der Gemskargrat, einen leichten Zugang. Die ersten Touristen, die den östlichen Punkt, die Äußere Höllentalspitze, betraten, fanden bereits ein von Zeit und Wetter arg mitgenommenes Signal Es waren J. Bessinger, Gg. Hofmann und Josef Sonnweber jun. aus Ehrwald. Sie stiegen von Norden durchs Matheisenkar an. Begreiflicherweise wird diese anstiegen strengende Arbeit nur mehrwiederholt.

Im Juli 1892 stiegen C. Höllerer, W. Landfratz und H. Staudinger ins Renntal ab und trafen schwere Plattenstellen in den unteren Partien der Wand. Diese zu vermeiden und einen zweckmäßigen, direkten Anstieg zum Gipfel zu finden, war das Vorhaben Höllerers, als er einige Wochen später die Tour im Anstieg wiederholte. Es gelang ihm auch, diese Schwierigkeiten zu umgehen und ohne das Vollkar zu erreichen, aber es wird dies bei der Kompliziertheit des Terrains nur dem gelingen, der die Südflanke bereits kennt. Als Gipfelweg wird auch diese Route äußerst selten in Betracht kommen. Wie bei der Inneren Höllentalspitze strahlt auch von der äußeren Spitze

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