Die Mesules- und Murfreitgruppe

No Comments
 
 

Der Pisciaduseekofel (Sas dal Lec) wird durch den gelben, brüchigen Kamin immer schwerer zugänglich, da derselbe bei der raschen Verwitterung bald zu einer vertikalen, weiten, grifflosen Rinne ausgewaschen sein wird. Nun erfahren wir von E. C l é m e n t (Hannover), dass er mit Führer Messner aus Seis am 10- Juli 1902 einen neuen Anstieg zu diesem hochinteressanten Gipfel gefunden hat. Er schreibt im Fremdenbuch der Bambergerhütte: »Der Sas dal Lec ist jetzt ganz leicht zu ersteigen, indem man von der Scharte zwischen Sas dal Lec und Gamsburg ein in der Scharte beginnendes Band nach rechts verfolgt; man gelangt so um eine Ecke auf eine zum Grat hinziehende Schuttterrasse und von dort über Bänder und brüchige Schrofen zum Gipfel.« Der Verfasser erreichte mit J. Eckert (S. Bamberg) am 19. August 1904 durch den östlich der Scharte herabziehenden Schuttkamin und das bekannte, damals verschneite Band den Gipfel.

Von P. Waitz und F. Graf (A. A.-K. Innsbruck) wurde am 17. Juli 1901 vom Val Culea aus die Nordwand des Sas dal Lec in drei Stunden erstiegen. Sie schlossen daran die leider selten unternommene, großartige Überschreitung der Gamsburg, der beiden Mesules und der sämtlichen westlichen Gipfel bis zum Gamsburg Selva. Was die Gamsburg anlangt, so geht aus der Mitteilung beider Tou­risten im Fremdenbuch der Bambergerhütte hervor, dass sie von der Scharte zwischen Gamsburg Sas dal Lec aus den gewöhnlichen Weg wählten bis zum kleinen Zacken bei der Eisrinne, dass sie aber nicht in diese hineinquerten, sondern ca. 7 m in den Felsen emporkletterten, um von hier nach rechts auf gutem Bande zur Scharte hinab und über den nächsten Felskopf in zwei Stunden zum Gipfel zu gelangen. Wie aus einer Privatmitteilung hervorgeht, haben D ü r r b e c k und Leinecker (Würz­burg) den gleichen Weg genommen. Dürrbeck schreibt: »Am 26. August 1902 bestieg ich mit Leinecker aus der Scharte zwischen Sas dal Lec und Gamsburg auf dem im »Hochtourist« angegebenen Bande die Schulter und von da aus die fünf Gipfeltürme der Gamsburg. Von der Schulter aus stiegen wir, eine an den ersten Vorgipfel sich anlehnende kleine Felsmauer nach rechts umgehend und hinter derselben gegen links ansteigend, also auf die Nordwand übergehend, den ersten Vorgipfel, indem wir, uns stets links haltend, einen großen, an das Massiv sich anlehnenden Block, unter dem man scheinbar durchschlüpfen kann, überstiegen und etwas weiter oben ein Band erreichten, das nach rechts um den Vorgipfel herumzieht, auf der Südseite über der Eisrinne ca. 5o m breit ist und unmittelbar zu dem Zacken führt, der die Scharte oberhalb der Eisrinne in zwei Hälften teilt. Dadurch wird die schlimme Traversierung der nördlichen Eisrinne vermieden und die Ersteigung der Gamsburg wesentlich erleichtert.« Der Verfasser endlich überstieg mit J. Eckert und L. Knaps (S. Bamberg) am 19. August 1904 vom Sas dal Lec kommend auf dem Waitzschen Wege die Gamsburg und die beiden Mesules. Diese Überschreitung der vier Gipfel gehört zu dem Interessantesten, was die Sella Felskletterer bietet. Die Besteigungsgeschichte des Mesules-Westgipfels erfuhr eine Erweiterung durch die von Dr. Dittmann, Seyffert (Nürnberg) und dem Verfasser am 2. August 1901 ausgeführte Erstersteigung über die Westwände. Wir stiegen oberhalb des Val ausgeführte Culea, westlich der Eisrinne, die zur Gamsburg führt, dort, wo der Schnee am höchsten gegen die von Wasser durchflossene gelbe Rinne hinaufreicht, über eine gelb bis 6 m hohe, plattige Wandstufe in die Felsen. In der Rinne etwa eine halbe Stunde hinan, dann Ausstieg auf den linkseitigen, sehr brüchigen Grat. Nach 4 1/4 Stunden ab Grödenerjoch erreichten wir eine Scharte, von der aus man über plattige, mächtig steile Schrofen einen Gipfelaufbau zunächst links, dann rechts um­geht, um die obere, 6 m breite, ca. 6o0 geneigte Schneerinne zu erreichen. Diese wird hart unter der Felswand, an die sie sich anschmiegt, überquert und bald erreicht man über eine Steilstufe .ein .ganz charakteristisches Fenster, das von der höchsten Tschierspitze aus deutlich sichtbar ist. Jenseits liegt jene mächtige Eisrinne vor uns. Welche zwischen Mesules Mittel- und Westgipfel zur Murfreitterrasse abstürzt. Wir stiegen auf einem 20 n1 langen, horizontalen Bande nach links aus den Felsen, um bald auf Schnee, bald auf Fels und durch Eisrinnen am linksseitigen Gletscherrande, zuletzt

  • "Irene Rapp" Kommentar
  • mesules- und murfreitgruppe
  • ortler minnigerode rinne.it
  • bergfreunde hannover
  • freispitze skitour
  • bloquer klettern
  • trekking überhang
  • www seks tukkia
  • mesules klettern
  • bergfreunde hannover

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments