Die Sellagruppe

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Die Sellagruppe

Anhang zur Monographie in der Zeitschrift 1899 und 1900

Von

Dr. Karl Bindet

In der Einleitung zum ersten Teil des obigen Aufsatzes konnte des früheren schwachen Besuches der Sellagruppe vom Standpunkte des Kenners und Freundes des Gebirgsstockes aus nur mit dem Ausdruck des Bedauerns gedacht werden. Der Besuch zeigte damals schon starke Tendenz zum Steigen, hat sich aber inzwischen weit mehr gehoben, als zu erwarten war. Über 7oo Touristen haben im heurigen Jahre Einkehr in der Bambergerhütte gehalten. Von den beiden Momenten, welche die Vereinsamung der Sella in den neunziger Jahren verschuldeten, ist das eine, die Scheu und das fremdartige Gefühl beim Eintritt in die ladinische und welsche Sphäre, vollständig gewichen; die aus wohlverstandenem Interesse erfolgte An­näherung der im übrigen mit trefflichen Eigenschaften ausgerüsteten Ladiner in Gröden, Enneberg und Buchenstein an die Deutschen einerseits, die Tatsache, daß das Reisen selbst in weit fremdartigere Gebiete auch bei den Deutschen allmählich Gemeingut geworden ist, anderseits, — das alles hat vornehmlich den Verkehrsstrom auch in diese Bahnen gelenkt. Dazu kommt, dass auch die Gipfelstürmer, denen die Wucht der Einzelerscheinungen in der Gruppe, weil oberflächlich betrachtet, nicht mächtig genug erschien, um auf sie einen Reiz auszuüben, sich bei näherer Betrachtung mit den gar nicht zu verachtenden Schwierigkeiten abgefunden haben und so manches sogar als der Lösung höchst würdiges Problem erachteten.

Kreuzkofelgruppe

Bei dem würdige der Touristen endlich hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis Bahn ge­brochen, dass auch abseits der großen Heeresstraßen Schönes zu finden ist, ja dass die Pracht der Alpenwelt dort erst recht sich dem Menschen offenbart, wo er möglichst wenig seinesgleichen mit all der in den Städten uns eingeimpften Überkultur findet. Diesen inneren Gründen, die in erster Linie den Besuch des in seiner Art allerdings wohl einzig dastehenden Gebirgsstockes gehoben haben, Gebirgsstockes sich aber bei nähererer Betrachtung eine Reihe äußerer Umstände bei, die mit der Erscheinung teils in ursächlichem Zusammenbange stehen, teils in -wohl­tätige Wechselbeziehung treten mussten: das herrliche Grödenertal mit dem unablässigen Bemühen seiner Bewohner, namentlich in St. Ulrich und in Wolkenstein, Behagliches und Schönes zu schaffen, die unausgesetzte, erfolgreiche Tätigkeit der Sektion Bozen auf dem Schlern und Sellajoche, der Akademischen Sektion Wien in der Langkofelgruppe, der Sektion Leipzig im Vajolet- und Grasleitentale, die Sorgfalt der Sektion Nürnberg für das Contrin und die Marmolatagruppe, die Schaffenslust der Sektion Regensburg in der Geißlergruppe, der Sektion Dresden am Peitlerkofel, sie alle sind nicht etwa Konkurrenten, sondern wesentliche Stützen für die Hebung des Verkehrs der zentral gelegenen Sella. Gelingt es einmal der Sektion Bamberg, wie sie seit langem geplant, auch in der Kreuzkofelgruppe festen Fuß zu fassen, dann ist auch die letzte Lücke geschlossen. Inzwischen werden auch die rings um

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