Die Furcia Rossa Spitzen

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An den Monte Vallon Bianco, 2684m, dessen plattengepanzerte Ostwand einem jeden auffällt, der von Ospitale (St.Blasius,1474 m gegen Peutelstein (Podestagno) wandert, schließen sich drei an Höhe zunehmende Gipfel, welchen wir nach der Schart »Furcia rossa«, welche sie vom Monte Vallon Bianco trennt, den Namen Furcia rossa-Spitzen gaben. In der Sp.-K. und topogr. Detailkarte fehlt die Höhen­zahl,2701m,für die mittlere derselben, der nördlichen, 2671m ist der falsche Name M. Vallon Bianco, der höchsten, 2774 m,in der Sp-K. die gleichfalls unrichtige Bezeichnung M. Casale gegeben worden. Von den begangenen Touristen­pfaden abgelegen, dürften die Gipfel vor uns nicht besucht worden sein, obwohl ihre Besteigung keinerlei Schwierigkeiten begegnet. Aus dem Val Travenanzes scheinen sie nicht erreichbar zu sein.

Nach einer leidlichen Nacht verließen wir drei die Hütte, 2410 m, von Groß-­Fanes am 3. August 1899 um 6 Uhr 3Min. früh; mit wenigen Schritten standen wir an dem seeartigen Ursprunge des Fanes-Baches, welchem Carletto den hoch­klingenden Namen »See von Groß-Fanes« verlieh. An seiner engsten Stelle wurde dieser »See« auf im Wasser liegenden Steinen überschritten und nun wandten wir uns dem Kare, Furcia rossa-Kar, zu, welches an der NW.-Seite unserer drei Gipfel eingebettet ist und dessen Eingang wir über eine endlose Reihe zum Teile begrünter, karrenartiger Mulden erreichten.

Bald bogen wir jedoch über einen von niedrigen Felsstufen durchsetzten Grashang linker Hand hinauf zu einem kleineren Kessel, Furcia rossa-Kessel, welcher zwischen der mittleren und der nördlichen Spitze eingetieft ist; Winterschnee erfüllte ihn noch fast gänzlich und nur das Rauschen der über die Felsen ringsum herabstäubenden Sturzbäche unterbrach die schattige Stille. Oben dreht sich der Kessel etwas gegen SW. und vermittelt einen urschweren Aufstieg auf einen Kamm, über welchen wir um 8 Uhr 2 Min. den Gipfel, 2710m, der mittleren Furcia rossa-Spitze erreichten. Nachdem Zipflhuber hier eine glänzende Probe seiner Steinmanndlbautechnik gegeben hatte, einen stattlichen Steinmann, und zwar einen solchen »mit angebauter Kartentasche«, wie er stolz sagte, folgten wir nach etwa einstündigem Aufenthalte dem Grate gegen Nordosten.

Als er zersplittert zu werden begann, wichen wir auf trümmerbedeckten Bändern zur Linken aus, bis wir vor dem Abbruche standen, mit welchem der Südwest-Grat der nördlichen Spitze endet. Der Versuch einer direkten Erkletterung dieses Absturzes wäre offenbar aussichtslos, so wandten wir uns kurz entschlossen über ein Band nach links, wodurch wir zu einer den ganzen Absturz durchreißenden Schlucht gelangten; sie erwies sich als urschwierig, nur ein in der

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