Lé punte di Col Becchei

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Im Norden des Fanestales erhebt sich ein langgezogener Bergkamm; gegen Norden setzt derselbe mit furchtbaren, schiefrigen Plattenwänden gegen die Schutthalden uni den Lazo Pischodel ab, im Süden ruhen unter dem zackigen Gipfelgrate grüne Weiden (Colli Becchei), welche allerdings wieder unten in lot­rechten gelben Wänden gegen das Fanestal abstürzen. Das ist der Col Becchei-Zug, welcher seinen Namen von diesen an seinen Südabhängen befindlichen Weideplätzen hat. Eine Reihe von Gipfeln entragt ihm: ganz im Westen der höchste derselben, die Punta di Col Becchei di sopra, 2794 m, von den Ladinern auch Munt dal Toccer genannt. Dann dort, wo der Kamm nach Nordosten umbiegt (in den Karten weder benannt noch kotiert), die Punte di Col Becchei di mezzo 1, 2744 m, und 2, 2740 m und endlich die Punta di Col Becchei di sotto, 2743 m, welche die Karten als Col Becchei die sopra bezeichnen. Im Osten dieses Gipfels, von ihm durch die Forcella d’Antruilles, 2320 m, getrennt, tritt der rote Turm der Croda d’Antruilles, 2401 m, zwischen das gleichnamige Tal und das Val di mez weit vor, während im Südosten der Punta di Col Becchei di mezzo 1 sich jenseits der Forcella del Taburio der Tae, 2512 m (Col Becchei di sotto der Karten), erhebt. Von Bergsteigern wurden die vorerwähnten Gipfel bis 1899 vollständig vernach­lässigt, obwohl sie zu den landschaftlich lohnendsten Touren gehören; wohl erst wenn einmal eine Schutzhütte auf Groß-Fanes steht, wird darin ein Wandel ein­treten. Der unschwer zugängliche Hauptgipfel und der Tae sind vermutlich längst von Hirten oder Jägern betreten worden) ob vor uns auch schon von Touristen, mag billig bezweifelt werden; die anderen Gipfel des Zuges sind von uns zum ersten Male erstiegen worden.

Limosee

Am 2. August 1899 zogen wir um 6 Uhr 20 Min. früh von der Hütte,2104 m , ab und schlugen zunächst den uns bereits bekannten Weg zum kleinen Limosee, 2154m,ein; indem wir uns an seinem Südufer nach rechts hielten, kamen wir bald auf einen schmalen Steig, welcher,. allerdings zu wiederholten Malen undeutlich werdend, in kurzen, steilen Windungen ostwärts auf die Weidenmulden von Col Becchei di sopra leitete. Wir folgten ihm noch ein Stück weiter, bis wir unter den ausgedehnten Schutthalden im Westen des Hauptgipfels standen; hier bogen wir links ab und stiegen über das Geröll bis dorthin empor, wo es sich am weitesten gegen den Hauptgrat hinaufzieht. über brüchige Stufen nach links aufkletternd, erreichten wir bald den Westnordwestgrat des Berges, dessen Schneide wir nun folgten; diese strebt anfänglich schmal und sehr steil indie Höhe und brachte zunächst auf einen Vorgipfel. Wenige Minuten später, um 8 Uhr 25 Min, betraten wir den mit einer Stange bezeichneten Hauptgipfel (2794 m).

Es wird nicht leicht einen Berg in den Dolomiten geben, der sich, was Aus­sicht anlangt, mit der Punta di Col Becchei di sopra messen kann, und selbst berühmte Aussichtspunkte, wie der Pragser Seekofel, 2810 m, oder der Nuvolau, 2578 m, treten gegen sie zurück. Von der Kärntner Hochalpenspitze bis zur Adamellogruppe umzieht ein ununterbrochener Kranz von Fernern die eine Hälfte des Horizontes, indes die andere durch vielgestaltige Felsberge belebt wird. Wer möchte sie alle aufzählen, die kühnen Spitzen, welche hier des Wanderers Auge erfreuen? Auch an malerischen Talblicken fehlt es nicht:

Im Osten sehen die weiße Linie der Ampezzanerstraße in dunkelgrünem Wald eingebettet, im Nord­westen das Rautal, im Süden die weiten Flächen von Groß-Fanes, von welchen leiser Herdenglockenklang bis zu uns heraufzittert. Um 9 Uhr 4o Min. müssen wir uns endlich losreißen. Über grobe Blöcke und Grasboden folgen wir einem nach Südosten hinabziehenden Rücken, welcher die westliche Begrenzung einer großen Geröllmulde bildet. Anstatt nun ganz bis zu dem tief unten vorüberziehenden Wege abzusteigen und auf diesem die Mulde zu überschreiten, was uns freilich

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