Die Fanisspitzen – Col dei Bos 2310 m.

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In der Spezialkarte und topographischen Detailkarte 2) erscheint nur der an­geblich höchste dieser drei Gipfel, 2986 m, die Mittlere Fanisspitze, als »Fanisspitze« bezeichnet; die beiden anderen, beide 2967 m, haben keine Namen erhalten; wieder­ holte Beobachtungen haben uns jedoch zur Überzeugung gebracht, dass in Wirk­lichkeit nicht die Mittlere, sondern die Südliche Fanisspitze der höchste Punkt des ganzen Zuges ist, die Höhenzahlen beider Gipfel in den Karten also zu vertauschen sind) Was Ersteigungen dieser Berge betrifft, so dürfte die Mittlere Fanisspitze, 2967 in, bereits frühzeitig von Hirten oder im Auftrage der Militärvermessung betreten worden sein, obwohl man von einem touristischen Besuche nie etwas gehört hat. Freund Günther Freiherr von Saar und ich erstiegen sie am 13. August 1898 zum ersten Male über die Ostwand,4) von irgendwelchen Nachfolgern haben wir Lichts vernommen. Die erste Ersteigung der südlichen Spitze, 2986 m, vollführte ich mit meinem alten Berggefährten J. Appenbichler am 19. Juli 1897) am 2. September 1903 erfolgte die zweite Ersteigung durch jur. K. Goedel und med. R. Kaltenbrunner) ebenfalls vom Fanissattel, 2730 m, aus. Der Verbindungsgrat zur mittleren Spitze ist zweier Zacken halber wohl unüberschreitbar. Die Nördliche Fanisspitze, 2967 m, scheint bis heute unbetreten zu sein, ist aber zweifellos — namentlich von der Fanisscharte aus — leicht zu erreichen.

Es war verhältnismäßig spät — die Uhr zeigte bereits 73/4 Uhr morgens —, als ich in Gesellschaft J. Appenbichlers am 18. Juli 1897 unser wohlvertrautes Standquartier Neuprags (Möslbad, 1327 m) verließ, und ein weiter Weg lag vor uns, da wir am Abend in der Kaser, 1999 , von Travenanzes einzutreffen gedachten. Ein ungefüger Riesenturm der Tofanen war das eigentliche Ziel unserer Pläne, und als der regennasse September des Jahres 1896 alle Bergeshoffnungen zunichte machte, hatten wir beschlossen, im kommenden Sommer dem wilden Gesellen energisch auf den Leib zu rücken.

Vorläufig war die Sache allerdings noch wenig erfreulich: unmittelbar, nachdem wir den schwarzgrünen damals noch durch kein modernes Hotel verunzierten Pragser Wildsee, 1496 m, zu Schiff überquert hatten, hieß es auf wenig gutem Steige über endloses Gerölle dem engen Felsspasse des “nabigen Loches” zuzustreben, um dann rechts gewendet am kleinen »Seebel«, 2099 m, vorbei über karrenartige Stufen, wie auf einer Riesentreppe, der breiten Einsenkung der Mauern (Forcella di Cocodain, 2330 in) näherzukommen. Wir hatten einander natürlich versichert, es falle keinem ein, bei dieser Julihitze rasch zu gehen, und so standen wir bereits um 10 Uhr 37 Min. auf der Einsattlung. Eine kurze Rast bis 10 Uhr 40 Min. wurde gehalten und dann ging es weiter:

jenseits hinab und am Lago grande di Fossis, 2139m, wo wir von 11 Uhr bis 1/2 12 Uhr blieben, sowie am Lago piccolo vorbei zum kleinen Lago di Remeda rossa und ein wenig

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