Ortler – Der Nordwestflügel – Allgemeine Charakteristik

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Die Ortlergruppe

Von

Dr. E. Niepmann
II. Teil. Der Nordwestflügel
Allgemeine Charakteristik

Die Begrenzung des Abschnitts der Ortlergruppe, der im folgenden behan­delt werden soll, ergibt sich fast ohne weiteres. Da, wie schon im ersten Teile dieser Arbeit (siehe Zeitschrift 1905) gesagt wurde, der Mittelpunkt der ganzen Gruppe, der Cevedale, im Zusammenhang mit dem südlichen Teile besprochen werden soll, kommt als Grenze für den Nordwestflügel im Osten nur die Linie Langenfernerjoch­Eisseepaß in Frage. Im Nordosten wird er durch das Suldental von den Marteller und Laaser Alpen geschieden, im Nordwesten und Westen durch die Stilfser Joch­straße, beziehungsweise die Täler des Trafoierbachs, des Braulio und der Adda, von den Münstertaler und Grosinaalpen. Nur im Süden kann man zweifelhaft sein, ob das Val Zebru oder Val Furva mit seinen oberen Fortsetzungen als Grenze an­zusetzen, mit anderen Worten, ob die Confinalegruppe als dem Nordwestflügel zu­gehörig zu betrachten ist. Sie hängt mit ihm durch den Col Pale Rosse zusammen, während sie von den Bergen der südlichen Ortlergruppe durch die Talfurche des Frodolfo scharf geschieden ist. Aber der erwähnte Zusammenhang ist ein sehr loser; in Wahrheit bildet der Gebirgskamm, der das Val Zebru vom oberen Val Furva trennt, eine Gruppe für sich; seine sanften Formen erscheinen unansehnlich neben den kühnen Gipfelbauten des Nachbarkamms und stehen auch geologisch durch das Fehlen des Ortlerkalks, aus dem jene bestehen, im Gegensatz zu ihnen. Da nun der touristische Gesichtspunkt es ratsam erscheinen lässt, den Confinalekamm mit den südlichen Ortleralpen zusammen zu behandeln, wie das auch L. Friedmann in der »Erschließung der Ostalpen« getan hat, so darf er hier unbedenklich ausge­schieden und für den dritten Teil der Arbeit zurückgestellt werden. Die Haupt­masse des so umschriebenen Gebiets bildet ein mächtiger, ca. 23 km langer Berg­kamm, der vom Langenfernerjoch bis zum Zebru nach Nordwesten zieht, hier nach Westen umbiegt und diese Richtung bis zu seinem Ende am Addatale beibehält. Bis zur Umbiegung nach Westen verläuft der Kamm als geschlossene Mauer, nur hier und da von kurzen, strebepfeilerartig angelehnten Querriegeln gestützt.

Zwischen Zebru und Thurwieserspitze aber löst sich aus der Hauptkette ein nördlich streichender Seitenkamm aus, der den höchsten Gipfel der Gruppe, den Ortler, bildet und in seiner Fortsetzung bis zum Schnittpunkt des Suldener- und Trafoierbachs reicht. Dieses Ausstrahlen von nordwärts ziehenden Seitenkämmen wiederholt sich in wesentlich kleinerem Maßstabe noch dreimal (Nashorn—Madatsch­kamm—Grat von der Geisterspitze zur Naglerspitze), und so bildet sich hier eine Anzahl von parallelen, gletschererfüllten Seitentälern, die die nördliche Seite des

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