VON DER REGENSBURGER HÜTTE DURCH DIE PUEZGRUPPE AUF DAS GRÖDNERJOCH

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Die Wanderung von der Regensburger Hütte durch die Puezgruppe zum Grödnerjoch gehört unstreitig zu den schönsten Höhenwanderungen in den Dolomiten. Nicht allein das Puezgebirge, in dessen originelle Schönheiten der Alpen­wandrer unmittelbar eindringt, bietet eine Fülle neuer, interessanter Bilder, die man bequem erreicht und in rascher Abwechslung genießt, sondern auch der Fernblick auf die gesamte Dolomitwelt und die umliegenden Gletscherketten ist infolge der zen­tralen Lage der Gruppe ein außerordentlich umfassender und lohnender. Von der Regensburger Hütte – Rifugio Firenze, 2048 m, zuerst ein wenig gegen die Quellen des Tschislesbaches absteigend, führt ein schöner Pfad durch lichten Zirbelwald und Alpenrosengestrüpp, zuletzt die aus der Steviaeinbuchtung entspringende Stein­halde im Zickzack überwindend, zum Plateau der Steviaalpe empor (1 Stunde). Wunderbar ist der Rückblick auf die harte, wie aus Erz geformte Front der Geislerspitzen, auf das sattgrüne Haupt der Seceda und des Pitschberges, auf das Alpenmeer von Tschisles, aus dessen Hügelwellen der Fels „Piera longia“ und der sagenreiche, kleine Lec sant wie verlorene Kleinodien aufgetaucht sind. Dann tritt man in die Felskulissen ein, das Geröll beginnt gröber zu werden, einzelne Klippen ragen aus diesem empor. Rechts wölbt sich die pralle, rote, jäh in die Tiefe sinkende Wand der Pela de Vit, links erblickt man bald den kühnen, grotesken Bau der Pizza (Stevianadel), die, einem treuen Tor­hüter gleichend, sich aus den Wänden losgelöst hat und drohend in das Schutt­meer niederblickt, das ihren Fuß umbrandet. (Höhe 2498 m.) Aber mit der Drohung ist’s nicht so ernst gemeint. Wer Lust hat, sein Frühstück durch ein kleines Stück anregender, pikanter Kletterei zu wür­zen, der mache, bevor er vollends den flachen, ungeschlachten Körper des Steviastockes betritt, einen Abstecher zu jenem Schärtchen empor, das die Pizza vom Massive trennt und erklimme die luftige Nadel. Die Kletterei ist ganz kurz (eine Viertelstunde) und für Geübtere nicht schwierig. Vom Schärtchen geht es direkt über zwei abschüssige Schutterrassen hinauf; am obersten Ende der zweiten wendet man sich (Karl Doménigg am 16. Mai 1896, Jahresb. der Sektion Bozen 1896, S. 11) nach rechts, in die Nordflanke des Gipfelhaues hinaus und erreicht nach einem Spreizschritt über eine Rinne in einigen Metern ausgesetzter, reizvoller Kletterei auf gutgriffigem Fels längs eines sehr engen Spaltes den kleinen, gratförmigen Gipfel, auf dessen westlichstem Vorsprunge der Steinmann erbaut ist. Die Route des Erstersteigers der Pizza, des Herrn Hermann Delago, vom 14. ,Juni 1895 (Mitteil. d. D. u. O. A.-V. 1876, S. 176), gewinnt den Gipfel von der zweiten Terrasse aus durch einen engen Kamin direkt auf der Ost­seite. Dieser Kamin dürfte, in den untern Metern wenigstens, schwieriger sein als die Route Doméniggs; doch ist sie etwas weniger ausgesetzt. Mit dem Betreten des Steviastockes ändert sich sofort die Szenerie. Vor uns taucht das weite, weiße Plateau der Gardenazza auf, der dreistöckige Bau des Mont de Soura, die niedere, zersägte Schneide der Tschierspitzen und dahinter die mächtige Sella mit ihren Schneebändern. Rechts zweigt der über San Silvester nach Wolkenstein führende Weg ab. Wir wandern nach links weiter, anfangs knapp unter der Kammhöhe, die manch abenteuerlich geformte Felsblöcke trägt und ab und zu einen schönen Rückblick in die eben verlassene Welt von Tschisles gewährt, dem behäbigen, jede Gesteinsschichte in wunderbarer Regelmäßigkeit erkennen lassenden Col dalla Pieres zu. Stets auf gleicher Linie bleibend, zieht unser Weg einen schönen Kreis um die gegen Südosten abfallende Mulde der Steviaalpe, um nach einer halben Stunde (ab Pizza) in die Felsen des Col dalla

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