PUEZKOFEL – Col de Puz – Piz Puez

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Die letzte Erhebung des eigentlichen Puezkammes ist der PUEZKOFEL Col de Puez, Piz Puez, 2720 m, eine Kuppe, die nur auf der Südseite von breiteren Felsgürteln geschnürt wird. Auf seiner Ostseite zeigt der Puezkofel die offen zutage liegende Schichtung seines Massivs, er wirft sich nochmals zu einer breiten, quellenreichen Terrasse auf, ehe sein Schuttfuß in der
begrünten Senkung des Puezjoches verflacht. Sein Haupt ist leicht zugänglich, am bequemsten jedoch aus der Mulde zwischen ihm und der Östlichen Puezspitze (Aufstieg Meusers, siehe oben), in die man auf dem neuen Steige der Sektion Ladinia gelangt. Die Aussicht ist eine ungemein lohnende und weit reichende; nur im Westen verdecken die höheren Puezspitzen den Blick auf Geisler und Ötztaler. Der Puezkofel kann von der Hütte aus bequem in drei Viertelstunden erstiegen werden. Vom Nordostgipfel der Östlichen Puezspitze zweigt, unter einem etwa 20 m hohen Abbruch in einer Scharte ansetzend, ein Grat ab, der zunächst eine direkt nördliche, sodann eine nordöstliche Richtung annimmt, der Zwischenkofelgrat.

An dem Punkte, wo sich die Richtung des Grates ändert, erhebt sich eine schaufelähnliche Spitze von, meiner Schätzung nach, etwa 2850 m Höhe. Es ist die von R. Schietzold und Genossen am 2. August 1910 erstmals erstiegene und mit Bezug auf ihre Lage zu den übrigen Puezspitzen recht treffend benannte NÖRDLICHE PUEZSPITZE.

Der Anstieg erfolgt über den schon oben erwähnten, vom Nordostgipfel der Östlichen Puezspitze abzweigenden Grat (in bezug auf die Nördliche Puezspitze ist dieser Grat also der Südgrat! auf sehr brüchigem Band mit schräger Richtung von Süd nach Nord etwa 40 m lang auf einer Terrasse. Ein zweites, von kleinen Kaminen unter­brochenes Band biegt schräg nach Süden zum ersten Gratturm. Nun süd­lich über steile Schrofen zu der das ganze Wandmassiv auf der Ostseite in beiläufig halber Höhe durchziehenden Terrasse; über leichtere Schrofen auf einen Vorbau (Steinmann), 20 m, und durch eine deutlich sichtbare Rinne an dem Gipfelmassiv zur letzten schutterfüllten Terrasse und über den Grat zum (1 1/2 Stunden) Gipfel. Im Abstiege ging Herr Schietzold auf dem Gipfelgrat südlich hinab über eine sehr schwierige Platte und in ein kleines Schartel. Von diesem auf der Ostseite durch einige Rinnen auf ein Band, das bis an sein Ende an der Schulter der Östlichen Puezspitze verfolgt wurde, von wo der Puezsteig zur Puezhütte leitet. (Hochtourist 111, 1911, S. 18/19). Nach Herrn Schietzold, der also auch die erste Überschreitung dieses Gipfels vollführte, dürfte die Nördliche Puezspitze wohl kaum betreten worden sein. Auch ich habe sie nicht besucht; jedoch konnte ich von verschiedenen Standpunkten der Östlichen Puezspitze und des Puezkofels aus mittels Triëder genauesten Einblick in die Route des Herrn Schietzold nehmen und ich bemerkte auch einige von ihm erbaute Steinmänner. Der Besuch des Gipfels selbst scheint mir wenig reiz­voll zu sein, da der Berg von den allzunahen Puezspitzen sehr gedrückt wird; an Aussicht kann er gegen die viel besser erreichbaren Puezspitzen nichts Neues bieten. Die Kletterei scheint in außerordentlich brüchigem und unsym­pathisch plattigem Gestein vor sich zu gehen.

Von der Nördlichen Puezspitze fällt der Zwischenkofelgrat zu einer ziemlich tief eingeschnittenen Scharte ab, um sich bald darauf zu einer langgestreckten Kammhöhe zu verdichten, deren Fußpunkte auf den Karten die Koten 2703 und 2640 tragen. Gleichzeitig beginnt an der steil geneigten Ostseite das Grün spärlicher Almwiesen, die sich, zwei schaufelförmige Erhebungen von 2408 und 2403 m Höhe bildend, gegen das Kampillertal hinausziehen und, in einem Winkel nach Osten biegend, jäh wie ein Kap über Wald und Wiesen endigen. Nach Schulz kommt der Name Zwischenkofel (Dantersasch) nicht nur der in der nördlichen Bucht des Puezjoches, östlich von der Gardenazza begrenzten, nach Kampill gehörigen Alpe zu, sondern auch den diese Alpe nördlich und westlich begrenzenden Wänden und Felszacken, also dem eben beschriebenen Grate und den darauf befindlichen Hochweiden. Der Übergang über den Grat von der Alpe Mesolpes in das Zwischenkofeltal ist beschwerlich und den von der Schlüterhütte in die Puezgruppe Wandernden nicht zu empfehlen. Wer es vor­zieht, die Höhe beizubehalten, statt bis zur Ortschaft Kampill abzusteigen, wähle den schönen Weg Kreuzjoch — Forcella della Róa — Forces de Siëlles — Siëllesjoch Puezalpe, der nur im Siëllesjoch eine Steigung zu überwinden hat.

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