WESTLICHE PUEZSPITZE – PIZ DULEDA – AUCH WANDSPITZE

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Als erste Erhebung von touristischer Bedeutung steht dort, wo die Richtung des Stockes und des auf ihn aufgebauten Kammes eine östliche wird, also an der Nordwest-Ecke die WESTLICHE PUEZSPITZE – PIZ DULEDA – AUCH WANDSPITZE genannt, 2908 m, vom Tal Forces de Siëlles aus ein schön gestufter Bau, von der Alpe Mesolpes gesehen eine hohe, kühne Spitze. Sie ist sicherlich schon in früherer Zeit von Gemsjägern besucht worden; die erste touristische Ersteigung jedoch vollführte am 5. September 1887 Herr H. W. Meuser  aus München mit dem Führer Luigi Bernard von Campitello. Er schreibt über diese Besteigung: „Gegen 2 Uhr überschritten wir das obere Tschislestal zum Geislried (Forces de Siëlles), in welchem wir auf dem  Steige zur Forcella de Campill (F. della Róa) gegen 3 Uhr anlangten. Von hier aus erreichten wir den im Hintergrunde des Geislriedes sich schön zu einer felsigen Kuppe auftürmenden Westlichen Puezgipfel (1 1/2 Stunden). Abstieg auf gleichem Wege ins Tschislestal.“ In den „Mitteilungen“ 1888 (S. 45) gibt Herr Meuser dann eine genauere Beschreibung dieser Tour, aus der wir ersehen, dass er den ziemlich mühsamen Zugang vom Siëllesjoch, die südlichen Vor­lagerungen rechts umgehend, zum Sattel zwischen Westlicher und Mittlerer Puez-spitze gewählt hatte. Der Gipfel ist jedoch auch direkt vom Siëllesjoch mit Um­gehung oder Überschreitung einiger den Plateaurand krönender Felsen, sowie ohne Berührung des Siëllesjoches direkt aus dem Tal Forces de Siëlles (durch die Schuttrinne zwischen Gipfelmassiv und der südlich vorgelagerten Rückfallkuppe; Terschak) von Süden zu gewinnen. Über die dem Tal Forces de Siëlles zuge­kehrte, wunderbar regelmäßig gebänderte Westwand nahmen, von der Forcella della Róa ausgehend, am 7. Juni 1896 J. Enzensperger und Dr. M. Madlener ihren Weg. Ich entnehme die Beschreibung dem Originalberichte Hermann Delagos, Österreichische Alpenzeitung 1898, S. 99, der die Tour im nächsten Jahre wiederholte: „Am 14. Juni 1897 aus dem Siëllestale zur Forcella della Róa, von hier einige Minuten westlich unter den Wänden der Westlichen Puezspitze hin und sodann in denselben zu einem breiten Schuttbande empor. Ich folgte dem Bande einige Zeit nach rechts, stieg dann durch einen kurzen Kamin auf ein zweites Band und von diesem nahe der Nordkante (richtiger Nordwestkante) des Berges zu den obersten Schutt- und Schrofenhängen, über welche schließlich von Nordwesten her der Gipfel erreicht wurde.“ Dieser Anstieg bildet von der Regensburger Hütte aus den kürzesten Weg auf die PIZ DULEDA; die Schwierigkeiten sind mäßige; der Weg ist eher beschwerlich als schwie­rig zu nennen; es sind viele Varianten möglich. Einen schönen Kletterweg fand am

1. August 1910 Herr Rudolf  Schietzold über die Westkante des Berges. Schietzold stieg aus der tiefsten Scharte des Westgrates auf geröllerfülltem Band von rechts auf ein Köpfel, sodann etwa 5 m in der nach Norden abfallenden Schlucht hinab, querte 25 m auf eine Platte und etwas tiefer auf ein Plätzchen am Beginn eines Kamins hinaus. Durch diesen Kamin kletterte er mit großen Schwierigkeiten 8 m bis zur ersten Stufe empor, verließ ihn sodann und erreichte auf breitem Geröllband zur Nordwestkante hin und durch einen leichten Kamin den Gipfelgrat und Gipfel (1 Stunde).

Eine breite, von der Puezalpe aus unschwer zugängliche, nach Norden jedoch jäh in mehreren Kulissen abstürzende Scharte trennt die Westliche Puezspitze von der Mittleren. Die schauerliche, von Eisrissen durchfurchte Nordwand der PIZ DULEDA ist ein bisher noch ungelöstes Problem. Vom Gipfel aus genießt man eine prachtvolle Rundsicht; in der Nähe fesseln besonders die alle ihre charakteristischen Linien zeigenden Geislerspitzen, sowie der Kampillergrat.

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