Corno di Salarno – Corno Miller – Salarnokamm

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Als südliche Bastion des Adamello erhebt sich aus   der Firnsenke des Adamellopasses das Corno Miller, 3373 m. Nordöstlich ist es vom Gletscher bis zum Gipfel hinan mit sanft geneigter, weißer Hülle bedeckt; sonst bricht es aber nach allen Seiten in mächtigen Felswänden zur Tiefe. Westlich und östlich von gewaltigen Strebe­pfeilern gestützt, entspringt zwischen diesen ein wilder Grat, der mit einer Durch­schnittshöhe von 2800 m südwestlich streicht und in einer Länge von 14-16 km die Hochtäler Val Miller und Val Salarno, sowie deren Ausläufe Val Malga und Val di Brate scheidet, unser Salarnokamm.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Am Beginn den Südabsturz des Corno Miller bildend, krönt er mit einer Reihe sich ähnelnder Gipfelhörner die beiderseits der Kammlinie anliegenden Trümmer Terrassen. Auf der Westseite strecken die Kammerhebungen kurze Felsgrate zum Millertal hinab, zwischen denen kleine Gletscherreste eingelagert sind. Östlich mehr Wandcharakter weisend, fußen sie unmittelbar auf der Trümmer Rampe, die dann mit dem für diese südlichen Hochtäler der Adamellogruppe typischen Steilabschwung zur grünen Almsohle des Salarnotales abfällt.

Der Haupt- und Ursprungsgipfel, das Corno Miller, vermutlich von Adami 1874 oder 1875 über seine leichte Firnseite bestiegen, wurde im August 1909 von Giannantonj, Bellegrandi und Träger Rossi zum erstenmal von Süden aus erreicht. Das Corno Miller wird viel zu wenig beachtet, obwohl sich der Besuch fast mühelos mit dem Besuch des Adamello verbinden lässt und eine prächtige Rund­schau mit großartigem Talblick verbunden vermittelt.

Südlich vom Corno Miller ist die Kamm höhe überschreitbar und es vermitteln hier, von Osten her gut zugänglich, zwei steile und schwierige Felsrinnen den Abstieg in das Millertal, das man beim kleinen Ursprungssee des Remulobaches erreicht. Dieser Übergang ist der Passo Gozzi, 2950 m. Die südliche, jetzt schlechtere Rinne benutzte D. Prina mit Führer Cauzzi am 8. August 1897, die nördliche A. Gnecchi mit Führer Gozzi, nach dem sie benannt wurde, im Juni 1907.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Die nächste Gipfelerhebung im Salarnokamm ist nach den erwähnten regel­mäßig geformten Gratköpfen das Corno di Remulo, 2951 m. Es ist ein doppel­gipfeliges Felshorn, dessen nördliche, schulterartige Spitze, 2937 m, auch Corno del Gatto oder Corno  di Rino genannt wird. Die erste Besteigung führte D. Prina mit Führer P. Cauzzi am 7. August 1897 aus. Man erreicht es unschwer in zwei bis drei Stunden vom Rifugio Salarno aus durch eine zwischen Haupt­kamm und einem südöstlichen Vorbau abstreichende Schlucht der Ostseite, die anfangs plattig abbricht, dann links eine rasige Rippe bietet, die zum Gipfel führt. (Riv. Mens. 1902, S. 360).

Nun folgt die scharf profilierte Zinne der Cima Prudenzini, 3026 m, die nach dem um die Erschließung der südlichen Adamellogebiete hochverdienten italienischen Alpinisten so getauft wurde. Ihre Erstbesteigung vollführte Dr. A. Gnecchi mit Führer P. Cauzzi am 12. August 1903. Sie umkreisten den Berg östlich, bis eine kaminartige Felsschlucht den Grat erreichen ließ. Den Gipfel ge­wannen sie nach Erkletterung einer schwierigen, großen Felsplatte. Dauer des Anstieges vom Fuß des Gipfels zwei Stunden. Führerlos wurde sie im August 1908 von N. Coppelloti, G. Bettoni und L. Bonardi bestiegen. Südlich bricht der vor­geschobene Felskamm zum Passo del  Miller, 2826 m, ab. Dieser Paß ist der leichteste und vielbenützte Kammübergang zwischen Val Miller und Salarnotal, 3 1/2 Stunden. Ostwärts mit rasigen Felsstufen zur Trümmerrampe absetzend, sinkt westlich eine steilere Firnrinne in das harmlos vergletscherte Kar ab, so dass er von dieser Seite, z. B. von der Malga Miller aus, als scharf gezähnte Scharte erscheint. Auf der Salarnoseite des Passes leiten Steigspuren südlich, später südwestlich biegend, ins Tal hinab, das man zwischen dem Lago di Macesso und Lago di Salarno erreicht. Entlang dem Mäander des Zuflusses führt der Pfad über die Dosasso-Alm zum guten, wohlverproviantierten Rifugio Salarno des C.A.I., 2255 m. Dieses auch Rifugio Prudenzini genannte Schutzhaus kann man vom Pass auch schneller erreichen, indem man die Trümmerterrasse nordöstlich quert, und sobald die Hütte sichtbar ist, direkt zu ihr hinabsteigt. Es ist nur etwas mühsamer.

Als südliche Umrahmung des Passes erhebt sich das kräftiger entwickelte Corno di Macesso, 2955 m. Man besteigt es unschwer in einer Stunde von ihm aus. Als Erster betrat es Prudenzini im Jahre 1884.

Nun wendet sich der Kamm westlich, überhöht von den Corni di Cevo, 2864 und 2760 m, die alpinistisch bedeutungslos sind, ebenso wie der anschliessende Wall del Coppo, 2770-2600 m, der vom Campanone del Coppo, 2751 m, in einem südlichen Bogen über Monte Marser, 2776 m, zwischen den Pässen del Coppo, 2630 m, und del Coppetto, 2527 m, zum beliebten, aus­sichtsreichen Piano della Regina, 2623 m, streicht. Nordwestlich schiebt der Campanone  del Coppo einen Grat vor, der mit dem gegenüber abfallen­den Corno del Lago eine Steilstufe bildet, die das Millertal vom Malgatal ab­sperrt, über die der Remulo in einer wilden Schlucht schäumend zu Tal stürzt und die der alte Saumpfad der romantischen Scale del Miller erklimmt.

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