(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Er fällt als wilder Zackengrat zu einer horizontalen, mauerglatt in das Millertal abbrechenden Rast ab, P. 3130, und erreicht in der Scharte des Passo Prudenzini, 3050 m, seine tiefste Senke. Diese vermittelt den einzig möglichen Übergang zwischen Aviotal und Val MiIler. Der Paß wurde am 27. Oktober 1898 von D. Prina und A. Bossi mit dem Führer Marani di Antronapiana erstmals überschritten. Die Genannt erreichten vom Aviogletscher den Kamm und stiegen durch eine ziemlich leichte Schlucht in das Millertal ab.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) Vom Prudenzinipass steigt der Grat wieder zur stolzen Felspyramide der Cima di Plem, 3137 m, hinan, wo die Kammlinie sich gabelt. Nordwestlich sinkt ein kurzer Grat jäh zum Premassonepaß, 2751 m, ab, den ein Felsriegel vom besseren Übergang zwischen Baitonekar und Aviotal, dem Aviopaß, 2940 m, scheidet. Südwestlich senkt sich sanfter der Hauptgrat zur Bocchetta di Plem, 2900 m, auf die nach einem zerhackten Zwischenkopf der gute Pass o del Cri­stallo, 2881 m, folgt. Von hier erhebt sich der Zackengrat zur sanften Pyramide der Cima di Plem di Mezzo, 2981 m, die auch Corno del Cristallo ge­nannt wird. Der nun eingetiefte Passo di Plem, 2722 m, war einst der gün­stigste Übergang, ist aber infolge von Felsabbrüchen auf der Westseite unpassierbar. Den Schluß des 4 km langen Plemkammes bildet das Corno di Plem,  2774 m, auch Corno  d e l La g o genannt, weil es gerade oberhalb des Rotondosees und der Capanna Baitone seine zerfurchte Westwand weist. Ihr mauerartiger Kamm senkt sich südwestlich, in steile Pfeiler übergehend, zur Tiefe und scheidet das öde Millertal vom waldreichen Malgatal, das bei Rino in das Ogliotal mündet. Quer durch diesen Pfeilerabbruch windet sich der rasige Hirtenpfad von der Malga Miller zur Malga Baitone, der sogenannte Passo del Gatto, 2355 m. Er ist die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Hochmulden. Während ihn mir ein Kommandant einer Alpini-Abteilung infolge eines Abrutsches als un­passierbar bezeichnete, erklärte mir der Senner der Malga Miller, dass er gut gangbar sei. Nach dem Augenschein durfte der Senner recht haben. Am besten ist es, man lässt sich von den Almleuten führen.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Von den drei Gipfeln des Plemkammes ist zu dem bezüglichen Abschnitt des Ostalpenwerkes (Bd. II, 223 und 224) ergänzend zu bemerken, daß die Cima  di Plem von Norden aus dem Aviotalschluß von A. Giannantonj und D. Belle-grandi führerlos im August 1911, und von denselben am 19. August 1910 die Cima (di Plem di Mezzo) del Cristallo über ihre Westwand bestiegen worden ist. Die erste führerlose Besteigung dieses Berges vollführten im August 1908 W. Laeng und P. Gadola. Das Corno (di Plem) del Lago erhielt seinen ersten turistischen Besuch von A. Giannantonj und D. Bellegrandi am 20. August 1910, und zwar im Aufstieg über den Westkamm, Abstieg über den Nordostgrat.

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