Piz Rottice — Piz Beguz — Piz Gralba — Piz Selva — Piz Lasties

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Diese von der Gamsscharte an gegen Süden pizartig, d. h. schnabelartig vorspringenden Punkte des Mesulesplateaus erscheinen nach Privatmitteilungen von Prof. Jos. Alton im Munde der Einheimischen und Gämsjäger zwischen dem Piz Beguz und Piz Gralba um den Piz Miàra, zwischen dem Piz Gralba und Piz Selva um Piz Revis vermehrt, während nach K. Schulz —wohl auch von Alton stammend — nördlich des Piz Beguz der Piz Saliera, ca. 2965 einzuschalten wäre.

Die touristische Bedeutung aller dieser Punkte ist eine untergeordnete. Sie werden über das Plateau von Osten her sämtlich in ca. zwei Stunden, ab Gamsscharte, bequem begangen, während ein direkter Aufstieg über die Westwände, ab Sellajoch, bislang nicht ausgeführt wurde. Bei ihrer bedeutenden Erhebung bieten sie dem Be­sucher bei ihrer Überschreitung kaleidoskopartig wechselnde Bilder und Ausblicke. Der Verfasser hat mit H. Hofbauer aus Wien und Führer Jos. Kostner aus Corvara, am 21. August 1900 die obere Terrasse vom Val Chadin ab bis zum Piz Chiavazzes auf dreistündigem Marsch über Geröll und Eisrinnen traversiert, um schließlich einen direkten Abstieg zum Sellajoche zu finden. Es zeigte sich, dass nur durch die vom Piz Chiavazzes ostwärts abfallende Schlucht ein Abstieg möglich ist. Derselbe wurde denn auch am gleichen Tage unter ganz ungewöhnlichen Schwierigkeiten in 6 1/2 stündiger Kaminkletterei durchgeführt. Der Weg ist wohl identisch mit demjenigen, den L. Treptow und Führer Mühlsteiger am 14. August 1894 im Aufstiege begangen haben. Merzbacher und Santner erbauten am 9. September 1885 auf dem Piz Beguz einen Steinmann, Reichl ist die zweite touristische Begehung zuzuschreiben (27. Juli 1886); Darmstädter besuchte am 4. Juli 1889 die Selvaspitze (irrtümlich Piz Sella genannt) Jos. Alton und K. Schulz am 17. August 1889 den Piz Rottice, Saliera, Beguz, Gralba und Selva, während laut gleichzeitiger Notiz Jos. Alton ohne Begleitung über die steilen Wände in der Nähe des Piz Beguz den Rand der Hochfläche erklettert hat. Auch Smoluchowski und Genossen haben im Anschluss an ihre Besteigung der Mesules am 13. August 1892 eine Überschreitung sämtlicher Gipfel bis zum Piz Selva ausgeführt. Bemerkenswert ist ein von ihnen gefundener neuer Abstieg in das Val Lasties. Smoluchowski berichtet darüber, dass sie vom Piz Selva aus in ostnordöstlicher Richtung zum Plateau abstiegen mit der Absicht, in das Val Lasties zu gelangen. Die ersten Versuche misslangen, da die nächsten Rinnen in Wänden abbrachen. Erst nach 25 Minuten kamen sie an einer Eislacke vorüber zu einem gangbaren Couloir, das sie rasch hinabstürmten, das sie aber bald nötigte, einen etwa 15 m über der Talsohle ab­brechenden, stark überhängenden Kamin zu bezwingen. Dies gelang ihnen auch mit Benützung des Seiles. — Endlich bringen die »Mitteilungen« 1895, S. 159 im Aus­zug einen Bericht über eine Besteigung dieser Gipfel durch L. Treptow und Führer Mühlsteiger am 14. August 1894. Der Bericht selbst sagt, dass die Partie um 6 Uhr 55 Min. früh vom Sellahaus aufgebrochen ist und in das Val Lasties aufstieg mit der Richtung gegen die erste linksseitige Schlucht, aus welcher ein Bach herabkommt. In dieser Schlucht drang man bis zu einem von Süden nach Norden ziehenden steilen Couloir empor und stieg dann über mehrere Felsblöcke hinweg, bis man vor einer

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