Der Pisciaduseekofel – Sas dal Lec- Mesulesgruppe und Murfraitgruppe

No Comments
 
 

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Der Pisciaduseekofel – Sas dal Lec , 2950 m. Wie der Boseekofel zur Linken den Eingang in das Mittagstal beherrscht, so flankiert der Piciaduseekofel die rechte Seite des nächsten Paralleltales, des Vallon Pisciadu. Dass man an den Fuß dieser gewaltigen Pyramide, die bis 1892 verschiedenen Ersteigungsversuchen getrotzt, von Collfosco aus durch das Mittagstal oder vom Grödenerjoch aus durch das Val Culea in je zwei Stunden aufsteigen kann, davon war schon die Rede. Der Berg selbst ist ohne Höhen­angabe in der Spec.-K. 1 : 50 000 als Sas dal Lec aufgenommen, die übrigen Spezialkarten nehmen von ihm keine Notiz. Das Höhenmaß 2950 rührt von den Erstersteigern Smoluchowski und Genossen her; es wurde übrigens vom Verfasser zweimal kontrolliert und als richtig befunden. Der Gipfel ist durch eine gegen Ost und West gleich steil abfallende, tief eingerissene Scharte, 2762 m, von dem weiteren schwerfälligen Massiv abgespalten und erhält dadurch den deutlichen Charakter eines selbstständigen, durch seine bedeutende Höhe sogar imponierenden Berges. Die Abdachung der Scharte gegen den Pisciadusee ist mit grobem Geröll bedeckt, diejenige gegen das Val Culea vereist und bis in den Hochsommer hinein meist mit enormen Schneemassen ausgekleidet. Kommt dazu, dass das an dieser Westseite ungemein stark verwitterte, deshalb leicht abbröckelnde, ockergelbe Gestein fortgesetzt einen Hagel von Geschossen bildet, die das Schneefeld der Rinne wie gespickt erscheinen lassen, so erklärt sich die Schwierigkeit der Ersteigung von dieser Seite. Trotzdem ist diese Schneerinne wiederholt angegangen, der Aufstieg bis zur Scharte auch erzwungen worden. Doch der weiteren Besteigung setzten sich immer wieder unüberwindlich erscheinende Schwierigkeiten entgegen. Da kamen Th. und M. von Smoluchowski, H. Lorenz, W. Merz und V. Wessely auf den kühnen Gedanken, den Berg von der Nordseite aus anzugreifen. Die Idee, getragen von der Meisterschaft dieser Dolomitenkletterer, war von schönstem Erfolge gekrönt. Ihnen gebührt der Ruhm, dem Pisciaduseekofel die Jungfräulichkeit genommen zu haben; das Opfer freilich war kein geringes. Sie bezeichnen in ihrem Berichte die Besteigung als Klettertour ersten Ranges.

Die Partie brach am 8. August 1892 früh 6 Uhr 30 Min. in Wolkenstein auf, erreichte um 7 Uhr 50 Min. das Grödenerjoch, um 9 Uhr 30 Min. die oberhalb des Val

  • dallec
  • piz chiavazzes klettern topo
  • mesulesgruppe

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments