Torre di Brenta

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Torre di Brenta, 3021 m. Eine gewaltige, unheimlich steilwandige, auf die meridionale Richtung des Brentagebirgs quergestellte Dolomitmauer mit einer mehr­zackigen Gipfelkrone, gegen Westen einen zersplitterten Grat entsendend gegen Osten ins Massodikar mit prallem Felskeil abbrechend, entspricht der Brentaturm vom Brentatal betrachtet, von wo er als ein schauerlich-kühnes Felshorn erscheint, völlig der idealen Vorstellung seines stolzen Namens und ist als eine der monu­mentalsten Felsgestalten der Alpen zu bezeichnen.

Seine Nordwand, — deren Breitseite im Vereine mit dem gegenüber vom Pizzo Molveno westlich absinkenden Felsrücken und dem Westabfall der Cima d’Armi das wilde Gestade für den in der Richtung gegen das Brentatal abfließenden, kurzen, ziemlich gutmütigen Fulminigletscher darstellt, — deren östlicher Ausläufer die südliche Begrenzungsrippe der Steilschlucht bildet, welche vom Massodikar zur Bocca d’ Armi hinanführt, wird von einer breiten Schutterrasse in ein Unter-und Obergeschoß geteilt, welche Terrasse auch um die scharfe Kante des Ostkeils herum, durch die massodiwärts abbrechenden, prallen, rotgelben Wände bis zur Oberen Fulminischarte verläuft.

Eine Besteigung des Brentaturms auf der von E. T. Compton mit Führer M. Nicolussi am 24. Juni 1882 eröffneten, meist benützten Nordrichtung erfordert, ohne überraschenderweise außergewöhnliche Schwierigkeiten aufzuweisen, immerhin einen tüchtigen Kletterer, denn ist auch das Gestein, besonders im oberen Stockwerk des Bergs, von idealer Beschaffenheit, so gibt es doch so manche luftige Stelle, die völlige subjektive Sicherheit heischt. Die Gipfelaussicht ist trotz der Nähe der höchsten Gruppenberge von großem Umfang und eigenartiger Schönheit, vermittelt sie doch unvergessliche Tiefblicke über die nähere, wilde Umgebung auf den Molvenosee und das Nambinotal hinaus.

Die oben angegebene Richtung behielten auch die nächsten Nachfolger bei, als welche am 6. August 1884 Karl Schulz und am 4. September 1884 Gottfried Merzbacher, beide von dem Führer des Erstersteigers begleitet, zu nennen sind, wohl im Glauben, dass eine Anstiegsmöglichkeit für den bisher von einer Unnahbarkeitslegende verrufenen Felsgipfel genug sei. Als weitere Partie wäre noch Herr H. Pemsel zu er­wähnen, der am 24. August 1891 mit Führer B. Nicolussi diesen Anstieg wieder­holte und ausführlich schilderte.

Fünf Jahre vergingen seitdem, da eröffnete Carlo Gabari den Zugang von Süden, indem er von der Oberen Fulminischarte sehr schwer einen schulterartigen Vorsprung des Brentaturms von rechts her erkletterte und von dessen Plattform mit einer außergewöhnlich schwierigen Querung eine Schuttrinne links erreichte, durch welche dann rasch der Gipfel gewonnen ward; dieser Zugang erfordert aber in der unteren Hälfte Kletterkunststücke, die selbst erst­klassigen Felsmännern Achtung abzwingen dürften.

Auch der Ostgrat des Brentaturms fiel am 12. September 1896 durch die Doppelpartie L. Treptow, Berlin, mit Führer Hans Fohrer aus Taufers und Meynow, Berlin, mit Führer Hans Unterwurzacher, Neukirchen. Von dieser Seite will auch Herr Dr. Keller, Frankfurt a. M., mit Führer Adang, St. Ulrich, am 6. September 1901 eine Erstersteigung des Brentaturms vollführt haben, doch dürften die beiden Richtungen teilweise identisch sein. Des letz­teren Eintragung im Buche der Tosahütte lautet: »Von der Bocca dei Armi links in südwestlicher Richtung über den Gletscher zum zweiten senkrechten Rißkamin, der die ganze Wand durchzieht. Über eine Schneezunge hinüber. Ungefähr 60 m sehr schwierig darinnen empor, dann rechts über Schrofen und Wandeln auf die breite Schutterrasse. Nordwestlich ungefähr 100 Schritte zu den Wand­abstürzen von drei, bereits von unten sichtbaren Felstürmen. Zwischen dem zweiten (mittleren , kleineren) und dem dritten, größten Turm direkt zum Gipfel (sehr schwierig und teilweise sehr exponiert).«

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