Brenta – Der Fulministock – Guglia di Brenta – Campanile basso

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)kurzen, horizontalen Stachelgrat schulterartig vorschiebend, das ist die spärliche Gliederung an den sonst lotrechten Wandstürzen dieses Felsenwunders. Dabei ist der Gipfel dieses Bergs sonderbarerweise nicht erwartungsgemäß eine scharfe Spitze oder schmale Schneide, sondern ein überraschend geräumiges Plateau mit bugartigen Aufhöhungen am Ost- und Westschnabel und einem Blockaltar in der Mitte.

Die Aussicht — bei solchem Sportberg eigentlich Nebensache — ist von eigen­artigem Reiz, weil die gewaltige Dolomitszenerie des schönsten Teils der Brenta­kette sich rings in voller Wucht und Pracht greifbar nahe aufstellt, während in den scharfgeschnittenen Lücken zwischen den Felskolossen duftverklärt blinkende Firnberge und üppige Talbilder erscheinen.

Die Guglia ist die interessanteste Felsnadel der Gruppe und gehört zu den schwierigsten Klettertouren der Alpen, woraus sich erklärt, dass sie wohl viel und vergeblich umworben, für unzugänglich erklärt, schließlich dennoch, aber erst am 18. August 1899, von Dr. Otto Ampferer und Karl Berger, zwei Inns­brucker Meisterkletterern, zum ersten Male erstiegen wurde. — Unbewußt der Versuche des bekannten Trientiner Hochtouristen Carlo Garbari, welcher mit dem Führer Anton Tavernaro und dem Träger Nino Povoli am 12. August 1897 bis zur schmalen Schuttkanzel ober dem kurzen Zackengrat vorgedrungen, dann aber vor der unbesiegbaren, glatten Gipfelstirne umgekehrt war, rückten Ampferer und Berger nach einem gleichfalls an der Garbarikanzel gescheiterten Versuch am nächsten Tage nochmals aus und eroberten, von dem tags zuvor schon betretenen Standpunkt links um die Nordwestkante des Turms etwas in die Gipfel-Nordwand querend und einen beispiellos kühnen Durchstieg gerade empor wagend, die jungfräuliche Spitze.

Noch lange bestritten die Leute und Führer der Gegend die Möglichkeit dieses Siegs, trotzdem dies durch die glücklichen Besteigungen der Herren Pfann und Leberle aus München im folgenden Jahre (1900) und von Hanns Barth und Ludwig Geißler aus Wien am 15. August 1901 bestätigt wurde.

Hatte bisher dieser kühne Turm nur spärlichen Besuch zu verzeichnen, so brachte ihm bereits das nächste Jahr 1902 rasch nacheinander begeisterte Herolde mit den Partien Joseph Ittlinger und Friedrich Gebhardt am 17. August, Dr. Georg und Kurt Leuchs am 31. August und Johann Piaz und Franz Wenter, Bergführer aus Tiers, am 26. September 1902.

Besonders die letztere Besteigung ist von Bedeutung für die Zukunft der Guglia geworden, weil dabei der erste und noch immer einzige autorisierte deutsche Berg­führer diese erstklassige Klettertour kennen und lieben gelernt und seitdem als Guglia- spezialist so manche Wiederholung veranlasst hat; so am selben Tage, als Gustav Jahn und Otto Laubheimer die siebente Ersteigung ausführten, am 11. August 1903, gemeinschaftlich mit Herrn Joseph Ostler aus Kufstein die erste Damentour; Frau Vineta Mayer aus Wien, bei welcher auch die von den Erstersteigern an der Nord­westkante hinterlassene, für den Gipfelbestimmt gewesene Stange aufgestellt wurde; und dann wieder am 27. August die neunte Besteigung mit W. Schömborn, gleichzeitig mit der nachfolgenden zehnten Partie; Otto Nonnenbruch und Siegfried Bischoff. Auch Jos. Ostler wiederholte noch seinen Gugliabesuch am 30. August 1903 und eröffnete bei dieser elften Erkletterung wieder den direkten Südwand-Einstieg Garbaris, indem er vom obersten Kar des Brentatals durch die schnee- und eiserfüllte Schlucht zwischen Brenta alta und der Guglia bis fast zur Scharte und dann nach links über schrofige Ab­sätze zur unteren schweren Wand anstieg, wodurch allerdings die schwierige und an­strengende Kletterei an der Innenseite des grottenartig gewölbten Vorzackens, welche

via Ferhmann Campanil Basso

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