Socorda und Pala di Mezzodi – Dolomiten – Südtirol

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Socorda und Pala di Mezzodi. Socorda heissen die Felsen des Grates, der sich vom Massiv des Gran Cront gegen Süden erstreckt. Als drei mächtige, gelbe Türme im Dreiecke um eine Felsschlucht emporragend und von anderen, niederen Grattürmen umgeben, senden sie glatte, gelbe Wände ins untere Vajolettal hinab; sie sind durch eine tiefe Schlucht, welche das Massiv des Gran Cront vom Massive der Pala delle Fermade trennt, von der Pala di Mezzodi geschieden, die als ebenfalls hoher, hochgelber Felsturm eine Reihe von wilden Felsgraten gegen das mittlere Vajolettal und die Sojalalpe entsendet.

Der Hauptpunkt der Socorda, der dominierende der drei besprochenen Grat­türme, ist auf der Alpenvereinskarte richtig eingezeichnet, jedoch ebenso wie die beiden vorderen Türme nicht codiert. Der südlichste dieser Türme trägt fälschlich den Namen Pala del Mezzodi, während dieser Name dem auf dieser Karte unbenannten Gratturme zukommt, der, wie erwähnt, nördlich der Alphütten Poz und nordöstlich der Alphütten Gardecia von dem Worte »Dirupi« bedeckt wird und ein nach Süden führender Gratabsturz des Massives der Pala delle Fermade ist. Auch auf dem, dem Annuario d. S. d. A. T. 1884/85 beigegebenen Kärtchen Dr. Gambillo’s sind die Socorda und die Punta di Mezzodi falsch eingezeichnet und zwar im Hauptkamine des Dirupi-Massives; ebenso sind dieselben in den Panorama-Ansichten desselben Annuarios teilweise unrichtig benannt, so vortrefflich diese Monographie der Trientiner Alpinisten im übrigen ist.

Nach dessen eigenen Angaben erstieg M. Bettega aus Primör mit dem Eng­länder Lord Lovelace den Berg als Erster im Jahre 1898, ebenfalls als Punta del Mezzodi. Bettega erstieg auch im selben Jahre mit demselben Touristen die Türme der Socorda, jedoch nur als Zweitersteiger, da die erste Ersteigung des höchsten Grat­turmes der Socorda bereits im Jahre 1897 vom Führer Zecchini ebenfalls mit einem englischen Touristen, Namens L. W. Brodie, ausgeführt worden war.

Die Ersteigung der Pala di Mezzodi wurde von Bettega durch das vorerwähnte Felscouloir zwischen Socorda und Pala di Mezzodi ausgeführt. Von dem Couloir stieg derselbe nach links, im Aufstiege, auf eine kleine Scharte nördlich des Gipfels und nahm die Gipfelfelsen selbst traversierend von Norden.

Die Besteigung des obersten Socordaturmes wurde von einem Couloir ausgeführt, welches von den auf der Alpenvereinskarte fälschlich als Pale del Mezzodi verzeichneten Weideneien (die in Wirklichkeit, wie erwähnt, Cront oder Cronchi heissen) in nord­westlicher Richtung gegen das Massiv des Gran Cront emporführt.

Zur Richtigstellung der Namen der Weideneien am Fuße des Massives des Gran Cront und der Cima delle Pale delle Fermade, respektive ihrer Ausläufer, sei hiermit erwähnt, dass die Weideplätze am Fuße der gelben Wände der Socorda östlich der Ausmündung der großen Felsschlucht Pale della Corda heißen, dass sich an dieselben, östlich in die Torfelsen der Socorda hinaufreichend, die Pale delle Fermade und an diese wieder nordöstlich die »Cronchi« anreihen, und zwar an den Plätzen, die jetzt in der Alpenvereinskarte durch die falschen Bezeichnungen »Pale del Mezzodi« und das unverständliche »Crone« ausgefüllt erscheinen und sich bis gegen den Rio di Larsec erstrecken, jenseits dessen die Weideplätze Ciampie und, östlich derselben zu den Coi da Monzon hinaufreichend, die Cicciale liegen, während sich die Weideneien der Pale di Mezzodi am Südfuße der Felsen der Punta di Mezzodi befinden, wo jetzt teilweise die Fermade in der Alpenvereinskarte eingeschrieben erscheinen.

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