Coi da Monzon — Aut da Monzon 2347 m – Crepe di Lausa – Dolomiten – Südtirol

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Coi da Monzon — Aut da Monzon 2347 m. Im Osten der Forcia Larga erheben sich oberhalb des malerischen Dörfchens Monzon eine Reihe felsiger Kuppen, die Coi (Colli) da Monzon, von denen die höchste, der Aut (Altissimo) da Monzon, sich sowohl vom Fassatale als auch vom unteren Vajolettale aus gesehen als schöner Felskegel zeigt. Derselbe ist von Norden unschwer zu besteigen. Am Südabhange der Coi ziehen sich die fetten Weiden (die Cicciale) bis unter die Roe di Ciampie dahin. Touristisch haben die Gipfel geringes Interesse.

Crepe di Lausa Nordgipfel 2768 m, Südgipfel 2751 m. Ein langer Felswall zieht sich im Nordosten der Gruppe von den Roe di Ciampie bis zu den Crode d’Antermoja und krönt die oberste Partie des Udaitales, die auf der Alpenvereinskarte den Namen Busa di Lausa führt. Es sind die Crepe (der Felskamm) di Lausa im engeren Sinne. Eine schmale, gut gangbare, von Schutt und Schnee erfüllte Schlucht, die »Forcella di Larsec«, scheidet, scharf einschneidend, den langen Kamm der Crepe in zwei Teile, den nördlichen, der die höchste Erhebung der Crepe, den Nordgipfel  mit 2768 m, trägt, und den südlichen, der als höchste Erhebung die Südspitze mit 2751 m aufweist.

Beide Teile sind sowohl vom Lausatale, als auch von der Busa di Lausa leicht zu erreichen. Der südliche Gipfel, der von der Forcella di Lausa aus durch ein Schnee­couloir und über leichte Felsen in einer halben Stunde mühelos erreicht werden kann, streckt seinen schuttbedeckten, langen Felsrücken, auf welchem sich der Vorgipfel 2659 m befindet, bis gegen die Roe di Ciampie vor, von denen er durch enge Felsschluchten getrennt wird.

Zum Nordgipfel führen im Osten von der Busa di Lausa Schutthalden bis zum Hauptgipfel empor, der gegen Nordost noch einen Vorgipfel gegen die Crode d’Antermoja entsendet. Auch vom Lausatale führen gangbare Schluchten zum Gipfel hinan, und auch der Felsgrat, der von der Forcella di Larsec zum Nord­gipfel führt, dürfte unschwer zu begehen sein.

Eine Erklärung des Namens Lausa zu finden, ist mir nicht gelungen, auch lässt sich kaum entscheiden, ob jene Norman’s (A. V. Zeitschr. 1897, S. 322), welche Lausa aus dem ladinischen Worte Laurz (Bär) herzuleiten versucht, richtig ist, doch findet sich unterhalb der Busa di Lausa auf den Weideneien des Pian di Lausa allerdings eine Reminiszenz an Bären, indem die Hirten und Jäger einen daselbst befindlichen großen Felsblock den Cogolo del laurz (dell’ urs) nennen, so dass es immerhin möglich ist, dass die Busa di Lausa einfach ein ladinisches »Bärenloch« ist.

In Dr. Gambillo’s Kartenskizze der Larsecgruppe (Annuario XI. S. d. A. T.) ist die südliche, mit 2777 m cotierte Erhebung der Crepe di Lausa als »Cima di Lausa« be­zeichnet; da diese Bezeichnung aber weder dem Sprachgebrauche der einheimischen Bevölkerung entspricht, noch die Bezeichnung dieser südlichen, niedrigeren Spitze, ohne Berücksichtigung der nördlichen, wie erwähnt, höheren Spitze des Lausa Kammes irgend­welche Berechtigung besitzt, so wurde in der Alpenvereinskarte die landläufige Bezeich­nung Crepe di Lausa für diesen wenig hervorstehenden Felskamm beibehalten und der Name Cima di Lausa für die dominierende Spitze des Tales, Punkt 2873 der Alpen­vereinskarte gewählt, der in Dr. Gambillo’s Skizze, sowie in vielen anderen Karten ganz fehlt; eine durch die neuen Simon’schen Aufnahmen gewiss berechtigte Nomenklatur, der sich die Trientiner Alpinisten jedenfalls gerne anschließen werden.

Die »Forcella di Larsec« erhielt ihren Namen dadurch, dass die Hirten von Perra, denen die Weideneien des Larsec- und Lausatales gehören, ihre Schafe von Perra und Monzon über diesen Pass in das Larsectal führen, und hierbei häufig die beiden vor­genannten Täler mit dem gleichen Namen Larsectal bezeichnen. Dieser kürzeste Schaf­steig in diese Täler führt von Monzon unter den Ostfelsen der Coi da Monzon über den Pian- und die Busa di Lausa zur Forcella hin. Unmittelbar an der Westseite des Polenton führt über einen kleinen Schuttsattel ein Abstieg von der Busa di Lausa ins Antermojatal, den die Hirten »Forcella d’ Antermoja« nennen und der nicht mit dem Steige zu verwechseln ist, der aus dem unteren Udaital südlich von den Wasser­fällen des Antermojatales, im Aufstiege links, durch die Felsen der Pari di Lausa über Grasbänder und Waldstellen, weiter oben östlich und nördlich unter den Felsen des Polenton traversierend, ins Antermojatal führt.

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