Dolomiten – Cima di Larsec – Cima di Scalieret – Cima di Lausa

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)A. Cima di Larsec, 2893 m, Cima di Scalieret, 2889 m, Cima di Lausa, 2878 m (der A. V. Karte). Die Cima di L a r s e c (283 m) ist nicht nur der höchste Gipfel der Larsecgruppe, sondern auch die dritthöchste Erhebung der ganzen Rosengarten­gruppe. Sie ist eine nach Nordwesten abgerundete, schuttbedeckte Felskuppe, südöstlich vom Antermojapass (früher Lausapass), und von demselben in 20 Minuten über Schutthalden leicht zu erreichen. Nach Südosten entsendet dieselbe einen langgestreckten, hohen Felsrücken, der das Larsectal vom Lausatale scheidet und im Cogolo di Larsec  (2679 m der A.V.Karte) in steilen Wänden endet.

Die Spitze wurde häufig mit der Cima di Lausa  (2878 m der A. V. Karte), die um 20 Minuten weiter nördlich gelegen ist und ein großes, dreieckiges, oft schneebedecktes Gipfelplateau besitzt, verwechselt, so auch insbesondere von seiten der Bozner Bevölkerung. In der Alpenvereinskarte ist der Gipfel der Cima di Lausa scheinbar als Firnfeld eingezeichnet. Die beiden Spitzen sind nur durch eine niedere, schuttbedeckte Einsattlung und die leichten, niederen Gipfelfelsen, welche die Cima di Lausa im Süden umgürten, getrennt. In gleicher Weise wurde dieselbe häufig mit der Scalieretspitze (2889 m der A. V. Karte, Norman’s Palaccia), die kaum eine halbe Stunde weiter südlich gelegen ist und — ebenso leicht wie die Cima di Larsec vom Antermojapasse (früher Lausapasse) — über einen unbenannten Gratkopf (C. 2813 der A. V. Karte) auf gebahntem Wege zu erreichen ist, verwechselt. Die Scalieret­spitze entsendet nach dem Larsectale keinen langen Felssporn, sondern stürzt nach demselben als imponierender, mächtiger Felsgipfel ab, um dessen Felswände sich vor­geschobene, umfangreiche, plattige Felsköpfe gruppieren, welche die spärlichen Weide­plätze und Schutthalden der Palaccia bilden.

Die bisherige Unklarheit in der Nomenklatur dieser drei Spitzen erklärt sich leicht aus der Ähnlichkeit der äußeren Form derselben vom Antermojapasse (früher Lausapass) aus gesehen und hauptsächlich auch aus der bisherigen, fehlerhaften karto­graphischen Aufnahme derselben, derzufolge der das Larsec- und Lausatal trennende, vorerwähnte lange Felsrücken meistens statt von der Cima di Larsec (2893 m), der höchsten Erhebung der Gruppe, von der wie erwähnt viel südlicher gelegenen, etwas niedrigeren Scalieretspitze (2889 m) ausgehend, eingezeichnet wurde. So auch in Merz­bacher’s Karte (A. V. Zeitschrift 1884), die diesen typischen Sporn sogar ganz fehlerhaft noch südlicher, etwa von der nördlichsten Poppespitze, ausgehen lässt und alle drei vor­genannten Spitzen zusammen fälschlich als Cima Scalieret bezeichnet, in der Meinung, das Larsectal sei das Scalierettal; während Lechner’s »Karte der nordwestlichen Dolomiten« (M. I : 50000), welche die Cima di Lausa an Stelle der Cima di Larsec setzt und mit 2884 m codiert, die Cima di Lausa aber selbst nicht einzeichnet, diesen vorgenannten Sporn von der Scalieretspitze ausgehen lässt und diese selbst als höchsten Gipfel mit 2940 m bemisst. Den gleichen Fehler begeht ebenso die reambulierte österr. Generalstabskarte, nur mit dem Unterschiede, dass dieselbe die Cima di Larsec richtig benennt, aber mit 2884 m falsch codiert, hingegen aber die Cima di Lausa vollständig weglässt. Ähnliche Verstöße enthalten auch Terschak’s »Führer durch die Rosengartengruppe« und Wolf von Glanvell’s »Dolomitenführer«, sowie viele andere, touristischen Zwecken dienende Karten.

Erst durch die Ausgabe der Simon’schen Karte (A. V. Zeitschrift 1898) und die derselben zu Grunde liegenden Originalaufnahmen wurde endlich Klarheit geschaffen, welche durch die richtige Einzeichnung der Lausaspitze und des das Larsec- und Lausa­tal trennenden Spornes, sowie durch die Benennung der bisher unbenannten Pässe zwischen Cima di Larsec und Scalieretspitze einerseits (Scalieretpass) und Scalieretspitze und nördlichster Poppespitze andererseits (Poppepass) bleibend zu werden verspricht. Die Beibehaltung des Namens Scalieretspitze für die Palaccia der Fassaner Hirten erscheint dadurch gerechtfertigt, dass sich derselbe bereits, wie erwähnt, in Touristenkreisen durch jahrelange Übung eingebürgert hat, sowie auch dadurch, dass die Schutt­hänge des Berges sich auch in das wirkliche Scalierettal den obersten Teil des Vajolettales, erstrecken und der Name Palaccia (d. h. ladinisch: große aber schlechte Weide) sich nicht nur für die Weideplätze an den Abstürzen der Scalieretspitze im Larsectale, sondern auch für Weideplätze am Südabhange der Poppespitzen

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