Die Larsec Gruppe – Dolomiten – Rosengartengruppe

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Ein kleiner See, eingebettet zwischen dem Zuge der Dirupi di Larsec und dem Cogolo di Larsec, gibt — nach Norman-Neruda — der Gruppe ihren Namen. Im Früh­sommer, wenn die Schneemassen, die das Hochtal erfüllen, zu schmelzen beginnen, füllt sich der See; im Sommer verlaufen sich seine Gewässer und versickern allmählich durch die Geröllhalden des Seebeckens, und im Spätjahre kann nur mehr das Auge des Kundigen den Platz erkennen, wo er gelegen. Dies ist der Lago secco oder abgekürzt im ladinischen Dialekte der Lag-sec gleich Larsec. Diese Erklärung des Namens hat jedenfalls vieles für sich und ist jener vorzuziehen, die den Namen Larsec aus Larice secche (dürre Lärchbäume) ableiten möchte, oder jener, die ein biederes »Larcheck« aus demselben herausfinden will, da von Lärchbäumen daselbst keine Spur zu finden ist und solche in dem öden Hochtale auch kaum je gestanden haben dürften. Kaum dürften auch je deutsche Hirten die kümmerlichen Weideplätze der Gruppe mit ihren Herden besucht haben, denn die ladinischen Hirten des oberen Fassatales, die dieselben seit unvordenklicher Zeit besitzen, sollen Nachkommen der keltischen Urbevölkerung Tirols oder römischer Militärkolonisten sein, und deutsche Namen, wie der Ciamp Geiger und die Alphütte Kohler bei den Sojalhütten, finden sich selbst im Vajolettale nur ganz vereinzelt; auch diese dürften nur auf einen früheren, regeren Verkehr zwischen Petra und Welschnofen über das Tschagerjoch zurückzuführen sein, da in letzterem Orte Bauernhöfe gleichen Namens zu finden sind.

Doch nicht der Lag-sec ist es, der für den Touristen den Hauptanziehungspunkt der Gruppe bildet und charakteristisch für dieselbe wird, sondern der bereits früher genannte, kleine Antermoja See, der am Fuße der östlichen Ausläufer der Molignonkette, unter den ausgewitterten Felszinnen der Fallwand und des Donakogels, liegt, rings um­geben von öden Geröllhalden und im Süden begrenzt von dem plattigen Felsterrain der Crode d’Antermoja, — ein dunkles, träumendes Auge in weltentrückter Einsamkeit, in einer Wüste zerbröckelnder Felsberge, deren bleiche, morsche Trümmer das einsame Hochtal erfüllen. Dies ist das typische Bild des großen, allmählichen Absterbens der Berge, der melancholische Zug, der den Felswüsten der Dolomite eigen ist.

Bald werden die abstürzenden Steintrümmer der Berge auch den kleinen See be­decken und der eisige Gipfel der Marmolata, der über das Fassatal herüber in das Hochtal hereinblickt und sich jetzt noch im Seewasser spiegelt, wird nur mehr auf ein totes Schuttmeer blicken, aus dem jegliches Leben entfloh. Antermoja haben die ladinischen Hirten das Tal benannt, ein Name, der zwar ganz poetisch klingt, zu deutsch aber ganz prosaisch nichts anderes heißen dürfte als »Murenloch« oder »Wasserloch«, da ander oder anter-Loch, Höhle, Grotte bedeutet und moja für Feuchtigkeit, Wasser mit Steingeröll, Mure verwendet wird.

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