Dolomiten – Euringerspitze 2396 m – Rosengartengruppe

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Euringerspitze, 2396 m. Man geht durch die Geröllschlucht wie bei dem vorhin geschilderten Weg auf die Santnerspitze, zwischen Euringerspitze und Schlern empor in die Scharte und gelangt, jenseits einige Meter absteigend, rechts über ein kleines Schartl (ein Zweiggrat von kleinen, die Scharte markierenden Zacken) in eine von Schutt erfüllte, nach Süden gegen die Seiserklamm abfallende Rinne. Hier zweigen die verschiedenen Routen ab.

Der Weg Euringer’s: Wir entnehmen dem Berichte des Herrn G. Euringer in den Mitteilungen des D. u. Ö.A.V. 1884 die folgende Schilderung: »Um 8 Uhr 15 Min. standen wir auf der Scharte nächst dem Schlernmassiv; es geht nun jenseits traversierend an einigen niedrigen Zacken und Felsnadeln vorüber etwas in die Tiefe und über eine kleinere Scharte an den Fuß der Felsen (9 Uhr). Wir erstiegen dieselben meist durch einen direkt zum Grat führenden, steilen und stellenweise sehr schwierigen Kamin. 10 Uhr 30 Min. waren wir auf dem Grate, wo wir etwas verweilten. Ein schmales Band ermöglicht es, durch vorsichtiges Traversieren an den zerbröckelnden Felsen hin den morschen Gipfel selbst zu erreichen (10 Uhr 45 Min.), auf dem wir ein massives Steinmanndel errichteten. Wir waren unterdessen vom gegenüberliegenden Schlernplateau aus bemerkt worden und wurden auch während des nach einstündigem Aufenthalt angetretenen Abstieges fortwährend beobachtet. Wir gebrauchten vom Grat bis zum Fuße der Felsen 1 St. 40 Min., auf dem gleichen Wege, — eine aufregende Kletterei«.

Der Weg Delago’s. Herr H. Delago erkletterte die Euringerspitze am 13. Ok­tober 1895 auf einer anderen und, wie derselbe annimmt, zum ersten Male begangenen Route. Er stieg aus der Schuttrinne nach links über steile Schrofen empor bis zu einer senkrechten Wand und querte unter derselben nach links hin in einen höhlenartigen Spalt. In diesem ca. 4 m aufwärtskletternd, erreichte er rechts außerhalb desselben einen schlechten Griff, mittelst dessen er sich aus dem Spalt schwingen konnte. Er erfasste so­dann eine Krummholzstaude und zog sich an derselben empor. Nun stieg er in den Latschen weiter, zu seiner Linken den in die Seiserklamm absinkenden Nordostgrat der Euringerspitze, in dem sich höher rechts ein kleines Schartl befindet. — Es folgte nun eine Platte, dann Schrofen, bis er auf dieses Schartl gelangte. Hier trifft der Weg mit dem Dr. Schultze’s und Pemsel’s zusammen, die von der Santnerscharte über die steile Wand in dieses Schartl gelangt waren. Oscar Schuster vollführte im Jahre 1895 mit Führer A. Mühlsteiger die erste wirkliche Ersteigung der Euringerspitze von der Santnerscharte (Scharte zwischen Euringer- und Santnerspitze) aus.

Aus dem Schartl stieg nun Delago über rasendurchsetzte Felsen in nördlicher Rich­tung steil hinan, eine sich in den Weg stellende Wand vermittelst eines schmalen
(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Risses erkletternd (hier ist Pemsel verunglückt), und gelangte auf den, sehr brüchiges Gestein aufweisenden Grat und über diesen zum Gipfel empor. — Die Route Delago’s führt mehr südlich als jene Euringer’s und ist von derselben grundverschieden.

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