Santnerspitze 2414 m – Rosengartengruppe – Dolomiten

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Santnerspitze, 2414 m. Man geht von Ratzes auf dem zum Schlern führenden Touristensteig durch herrlichen Wald aufwärts, bis bei einer Biegung des Weges die von der Schlucht zwischen Euringerspitze und Burgstall herab kommende Schutthalde sichtbar wird. Zu dieser steigt man erst hinab und dann in derselben mühsam empor. Man hält sich in derselben gerade gegen die Scharte zwischen Schlern und Euringer­spitze hin und folgt nicht den nach rechts in das Krummholz führenden Seitenästen der­selben oder einem höher oben unter den Wänden der Santnerspitze endenden Zweige der Halde. Hat man die Höhe des Felsfußes der rechts befindlichen Euringerspitze erreicht, so wird die Rinne schmäler; nach rechts schneidet nun ein Teil der Schutt­halde, auf der wir uns befinden, in die Felsen des Südabfalles der Euringerspitze ein. Santner und Schmitt folgten bei ihrer Besteigung im Jahre 1892 diesem Aste, der sich in den Felsen bald verliert. Es beginnt hier ein Kamin, der von Schmitt als ziemlich schwierig geschildert wurde. Derselbe führt zu einer begrünten Terrasse. (Hier näch­tigte im Jahre 1894 Santner mit seiner Tochter und Ingenuin Hofer.) Zu dieser Terrasse gelangt man rascher, wenn auch nicht leichter, indem man der ersterwähnten, von der Scharte zwischen Euringerspitze und Schlern herabkommenden, in breiter Rinne befindlichen Schutthalde noch weiter folgt. Bald steht da ein etwa 8 m hoher, glatter Block als Hindernis im Wege, der an seiner linken Seite durch einen engen Kamin erklettert wird. Nun noch einige Meter auf der Schutthalde empor, dann nach rechts in ein steiles, kurzes Couloir, das leicht zu der erwähnten Terrasse hinab führt. Von hier geht es nach rechts durch einen Kamin in die Hauptschlucht hinab und sodann in derselben empor. Man klettert über eine hohe Stufe, quert darauf nach rechts und gelangt auf ein Band. Sodann wird durch einen kleinen Kamin wieder in die sich daran reihende Schlucht abgestiegen und aus derselben über eine schwierige Wandstufe rechts von einem auffallenden Kamin auf die nächste Terrasse geklettert. Nun gelangt man, wieder etwas absteigend, in eine Rinne und durch dieselbe auf den Sattel zwischen einem Vorbau und dem Massiv. Vom Sattel zieht eine durch einen Felsblock gesperrte Rinne zur Scharte zwischen Euringer- und Santnerspitze empor. Links von dem Felsblocke vermittelt ein langer Kamin mit zwei eingeklemmten Fels­trümmern das Weiterkommen; man steigt dann in Schrofen und in der Rinne bis unter die Scharte. Bis hierher ist der Weg sehr kompliziert, jetzt aber mit vielen Stein­dauben versehen. Von der Scharte führen zwei Routen weiter.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Santner’s Weg (zugleich der aller seiner Nachfolger mit Ausnahme des Herrn Masera in Bozen, dessen Weg weiter unten beschrieben wird) geht etwas nördlich unterhalb der Scharte an der bauchigen Wand auf kleinen aber festen Tritten nach rechts hinaus um eine Ecke, dann in einer Art Couloir empor zu einem Schuttfleck; über den­selben schräg nach rechts aufwärts gegen den Grat hin (hier ist auf Fußspuren und Stein­dauben zu achten), sodann unter einer senkrechten Wand auf schmalen Leisten und rasen­durchsetzten Felsen fast gerade hinan, bis abermals ein kleiner Platz erreicht ist, von dem man gleich über ein Wandl in ein kleines Schartl des von der Santnerspitze nach Norden (gegen Ratzes) abfallenden Grates gelangt. Von hier quert man auf schmaler Leiste nach rechts um die Ecke in einen engen Kamin und klettert durch denselben zum Grat und Gipfel. — Santner und Schmitt stiegen vom Schartl über eine sehr schwierige Platte gerade zum Grat empor. Der Weg über die Platte wurde auch später noch mehrmals gemacht, ist aber nicht empfehlenswert, und daher der obenbeschriebene vorzuziehen.

Masera’s Weg führt von der Scharte gleich neben dem Santner’schen Einstieg direkt durch einen unten etwas überhängenden Kamin zu dem erwähnten unteren Platze und hält dann Santner’s Weg zum Gipfel ein.

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