Kleiner Vernel oder Sotto Vernel 3089 m

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Kleiner Vernel oder Sotto Vernel, 3089 m. Zwischen Marmolatascharte und Vernelscharte steht der Kleine Vernel, der gegen den Marmolataferner in mäßig geneigten Platten abfällt, während er gegen das Contrin in furchtbaren, senkrechten Wänden niederstürzt, so dass die Felsgeschosse, die an der obersten Kante abbröckeln, ohne vorher aufzuschlagen erst am Fusse der säulen gefügten Wand zur Ruhe kommen.

Touristisch war vorher der Kleine Vernel nur einmal von L. Treptow und Sepp Innerkofler erstiegen, die nach ihrem kühnen Abstieg über den Westgrat der Marmolata von der Marmolatascharte aus auf den Vernel zu kommen suchten. Zum Zwecke trigonometrischer Vermessungen mag der Gipfel schon mehrfach gedient haben.

Wir kamen am 3. August 1897 von der Marmolata her über den westlichen Firn und stiegen über mäßig geneigte Schneefelder und Felsabdachungen zur Scharte empor, die durch einen flicht großen Felsturm von der eigentlichen Marmolatascharte ge­trennt ist, aber doch noch zu derselben gezählt werden darf. Hier entledigten wir uns der Bergschuhe und zogen die Kletterschuhe an; denn über das glatte Gestein geht es sich so angenehmer. Um 10 Uhr 10 Min. standen wir in der Scharte. Schon nach einer halben Stunde, um 10 Uhr 45 Min., hatten wir die Spitze erreicht, die mit einem Stein­manne geziert ist. Unser (nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Weg führte immer hart an der Felsenkante, an welcher der furchtbare Absturz in das Contrintal beginnt. Großartig und erhebend sind für den geübten Felskletterer solche unvermittelte Tief blicke, die den Ungeübten in Erregung und Beängstigung zu bringen vermögen. Wahrhaft überwältigend stehen zur Rechten und Linken die zwei gewaltigen Bergfürsten, die in weissem Hermelingewande er­strahlende Dolomitenkönigin und der Grosse Vernel, ihr trotziger Vasall, der uns gestern so arg mitgespielt hatte. Der Einblick in den tiefen Kessel des Contrin, aus dem das frisch erstandene Contrinhaus in wehendem Flaggenschmucke herauf grüsst, besonders aber der Blick hinab gegen den Ombrettapass, jenseits dessen der lange Gratzug von der Ombretta bis zum Vernale bis ins Detail zu überschauen ist, wirkt hocherfreuend. Die geringe Mühe der Ersteigung findet hier oben reichen Lohn.

Wir wandten uns um 11 Uhr 15 Min. wieder abwärts und hatten um 11 Uhr 35 Min. die diesseitige Scharte erreicht. Um zur eigentlichen Marmolatascharte hinüber zu gelangen, stiegen wir auf der Contrinseite ein kurzes Couloir hinab und traver­sierten auf bequemem Bande hinüber zur Scharte. Acht Tage vorher, da ich die Scharte beim Aufstieg überschritt, lagerte noch Schnee in derselben, so dass sie ganz bequem zu begehen war, heute war fast der ganze Riss ausgeapert, so dass wir uns nur mit Hilfe unseres Seiles hinabbefördern konnten. Nun ging es auf altbekanntem Wege in tollen Sätzen abwärts dem Contrinhause zu, das wir um 1 Uhr erreichten, freudig begrüßt von dortselbst weilenden Freunden.

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