Marmolada – Col Ombert 2677 m – Cima Cadina 2881 m – Dolomiten

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Die Herren Herold aus Rosenheim und Ebersberger aus Nürnberg gedachten die Spitze direkt von Alba aus über die Nordostwand zu ersteigen. Sie verfolgten ein durch die ganze Wand schräg aufwärts verlaufendes Band, versäumten aber, sich in der Mitte des Weges nach links in die allerdings ungemein brüchige Depression zu wenden, und erreichten nach sehr exponierter Kletterei den 2681 m hohen Westgipfel, von welchem aus sie ihren Abstieg in das Contrintal nahmen.
Col Ombert, 2677 m. Der Col Ombert liegt in dem Scheiderücken zwischen dem Val S. Nicolo und dem Contrintale. Er ist eine ganz originelle Berggestalt, welche man als Spezialaussichtskuppe für das Contrin bezeichnen möchte. Vom. Contrin aus gesehen, steigt er in stattlichen, unnahbar erscheinenden Wänden empor zum schön geschwungenen Haupte, während seine Rückseite, die sich aus der Forca Alpe aufbaut, seine Schwächen zeigt. Der weniger kunstvolle Aufbau ist dort mannigfach gegliedert und von Rasen­streifen durchzogen. Sofort erkennt man die leichte Zugänglichkeit des Berges, der sich inmitten des gewaltigen Felskranzes erhebt, als wäre Laster absichtlich hier herein gestellt, damit man von ihm aus recht ausgiebig die Schönheiten bewundern kann, die sich in ge­schlossenem Kreise um ihn lagern. Wir steigen vom Contrinhaus über die Weideflächen des Campo della Selva hinan, queren die breiten, von auffallenden Aushöhlungen unterbroche­nen Platten, und wenden uns direkt dem Geröllhange zu, welcher südlich von seinem zierlich aufgebauten Ostgrate lagert. Leicht kommen wir dort selbst zum Gipfel, von dem man einen äußerst lehrreichen Einblick in den reich gegliederten Felscircus hat, der das schöne Contrin und das weit hinaus geöffnete Val S. Nicolo umlagert. Wer im Abstiege seine Bergstiefel auf ihre Festigkeit prüfen will, mag wohl den Col Ombert auf seiner Westseite gegen das Val S. Nicolo umgehen, um hinüber zu traversieren zum Passo di Pra di Contrin. Ungeheure Geröllmassen, die sich verderbnissdrohend für die unten liegenden Almen aus dem durchfurchten Felsgebäude hinausschieben, werden ihm sodann manchen derben Kraftausdruck entschlüpfen lassen. Vom Contrinhause aus kann bei klarem, sonnigem Wetter selbst ein Nachmittagsausflug auf die aussichtsreiche Spitze noch leicht unternommen werden.
(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Cima Cadina, 2881 m. Der Felskamm, der sich hinter den über Campo della Selva stehenden Mauerwall der Lastei aufbaut und von diesem durch eine schnee­erfüllte Mulde geschieden ist, ist der Zug der Cima Cadina. Dieselbe zieht vom Cirelle­pass in westlicher Richtung hinüber bis zur Forcaalpe, gegen welche sie in Steilwänden abstürzt, während die Neigung vom Cirellepass eine sehr bequeme und mäßige ist. Drei Gipfelerhebungen weist dieser Zug auf. Der östliche Gipfel ist leicht vom Cirelle­pass in drei Viertelstunden über fest gelagertes Gestein zu erreichen. Es hat wahrhaftig dort den Anschein, als hätte eine riesige Straßenwalze vorgearbeitet, so festin einander gefügt lagert das gepresste Geröll. Von der östlichen zur mittleren Spitze, und in der Fortsetzung zur westlichen, zieht ein Grat, der dem Berge aber alle Ehre macht. Zerrissen und unterbrochen, dabei ungeheuer brüchig, so erscheint seine Struktur. Die Begehung ist den n auch eine ziemlich beschwerliche. Teils auf dem Grate, teils in seinen nördlichen oder südlichen Hängen, wie es gerade die Situation erfordert, gelangt man vorwärts. Da der Blick auf unsere Zentralgruppe völlig frei ist und da die gegen Süden in das Val S. Pellegrino steil abfallende Wandfläche durch keine über­ragenden Berge eingeengt ist, hat man während der Gratwanderung entzückende Blicke nach beiden Seiten, die sich natürlich noch weit umfassender entfalten als die gerühmte Passaussicht. Der ganz nahe sich aufschwingende Obelisk der Punta del Uomo zeigt seine Details bis ins Einzelnste und erfüllt jedes Bergsteigerherz mit auf­richtiger, tief empfundener Freude.
Ich erstieg die drei Spitzen am 14. August 1895 in Gesellschaft meiner Freunde Engelhardt und Ramspeck von der Forca Alpe aus. Wir gedachten damals der Punta del Uomo einen Besuch abzustatten, aber in dem dichten Nebel, der uns in der Forca Alpe umschloss, so dass wir in der Tat keine vier Schritte weit uns orientieren konnten, verfehlten wir die Richtung und gerieten auf ein Band, das uns links gegen ein wohl 80 – 100 m hohes Couleur geleitete. Wir stiegen in diesem weiter; das Wetter hatte sich unterdessen zum Besseren gewendet, wobei uns die manchmal äußerst pikante Kletterei die grösste Lust bereitete. Insbesondere die Bezwingung einer etwa 5 m hohen Platte, die sich recht wackelig an die griff lose Wand stellte, ist mir noch recht frisch in der Erinnerung. Nach Überwindung derselben standen wir bald auf einem meterbreiten Bande, dass, aus dunklem Melaphyr bestehend, sich ausgenommen hatte, als wäre es in seinem schnurgeraden Verlaufe von stets gleicher Breite künstlich als Grenzscheide eingelassen worden. Dieses Band verfolgten wir nach links und über­stiegen eine Kante, hinter welcher sich das mässig geneigte Terrain über Trümmer­gestein zum zierlichen Gipfel emporzieht. Wir hatten hier herauf von der Forca Alpe aus etwa eine Stunde gebraucht. Nach halbstündigem Aufenthalt ging die Reise weiter. Um 12 Uhr betraten wir die mittlere, um 1 Uhr die öst­liche Spitze, von wo aus wir einen bequemen Spazierweg in das Contrintal vor uns hatten.
Herold hat am 20. Juli 1897 die Tour in umgekehrter Richtung ausgeführt und da­bei die Entdeckung gemacht, dass ein Abstieg von der westlichen Spitze mit Umgehung unseres Couloirs in der Weise ausgeführt werden kann, dass man sich von der Spitze im Abstieg mehr rechts in der Richtung gegen den Col Ombert hält und somit das oben erwähnte Melaphyrband gar nicht begeht.
Auch diese Tour kann Bergsteigern, die weniger grosse Anstrengung lieben, aber doch festen, sicheren Tritt haben und sich gern auf luftiger Schneide bewegen, aufs wärmste empfohlen werden.

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