Die Rosengartengruppe – Kesselkogel 3001 m – Das Kesselkogelmassiv – Dolomiten

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Kesselkogel 3001 m. Die erste Ersteigung vollführten C. C. Tucker und P. H. Carson mit Führer Bernard am 31. August 1872 von Nordosten, auf dem Wege, der auch jetzt noch öfters gemacht wird. Die Route der Herren A. Wachtler und E. Niglutsch mit den beiden Führern Bernard im Jahre 1876 dürfte wohl dieselbe sein. Aus dem Antermojatal steigt man über ungeheure Trümmerhalden gegen die Seekogelscharte empor und verfolgt sodann ein Band bis zum Massiv des Berges. Über Schrofen emporkletternd, gelangt man auf ein sich gegen den Hauptgrat ziehendes, geneigtes, breites Schuttband; von diesem führt ein System von Rinnen und Bändern gegen den Gipfelgrat und über denselben zum Gipfel, 1-11/2 Stunden aus dem Antermojatale. Den — heute am meisten benützten — Weg auf den Kesselkogel von der Südseite hat Herr Johann Santner im Jahre 1878 zum ersten Male begangen. Beide Hütten der Sektion Leipzig, sowohl die Grasleitenhütte als die Vajolethütte, liegen für die Besteigung des Kesselkogels gleich günstig und kein Besucher dieser Hütten sollte versäumen, den Kesselkogel zu besteigen. Derjenige Wanderer, welcher von der Grasleitenhütte kommt, wird den Weg durch den Grasleitenkessel und auf den Grasleitenpass benützen, während Jener, der von der Vajolethütte ausgeht, durch das Vajolettal auf gutem Wege zum früher benannten Passe gelangt. Nun wendet sich der Weg, weiter ansteigend, der Südflanke des Kesselkogels entlang, und dort, wo die Schutthalden, vom Steige aus gerechnet, am weitesten hinaufreichen, ist der eigentliche Einstieg. Die zahlreichen Trittspuren haben hier ein völliges Steiglein geschaffen. Der bequeme Tourist lässt hier oft noch das überflüssige Gepäck zurück, um noch leichter emporsteigen zu können. Zunächst gelangen wir durch eine links hinaufziehende Rinne über leichte Schrofen zu einer kleinen Terrasse, wenn man so sagen darf, in welche das breite, den weiteren Aufstieg vermittelnde Band ausmündet. Hier gibt es auch Wasser, das durch den Riss herunterstürzt, welcher das Band vom Hauptmassiv anfänglich trennt. Man steigt nun an der Kante des durch den Abbruch des Bandes gebildeten Absatzes empor, wobei der minder geübte Tourist Gelegenheit hat, sich im Klettern zu üben. Über diese leichten Stellen gelangen wir nun auf das breite, durch die Westwand des Massives von Süden nach Norden ziehende Band. Da dasselbe nur an drei Stellen durch vorspringende Felsen verengt wird, wo wir etwas vorsichtiger gehen müssen, und zudem die häufigen Besucher ein ganz gut erkennbares Steiglein ausgetreten haben, so ist der Weg wohl als leicht und gefahrlos zu bezeichnen. Die nicht unbeträchtliche Steigung des Bandes führt uns bald in die Höhe. Rückwärts blickend, sehen wir das Vajolettal und einen Teil der Larsecgruppe, westlich neben uns die Valbuonspitzen, und sobald wir das Ende des Bandes erreichten, erblicken wir die imposanten Abstürze der nördlichen Rosengartengruppe, den Grasleiten- und Molignonkamm. Nun führt uns unser Weg direkt über schrofige Felsen empor auf den Grat und, diesem südöstlich folgend, nach kurzer Wanderung auf dem luftigen Firste, zum Gipfel, dem höchsten Punkte der Rosengartengruppe.
Die Aussicht vom Kesselkogel ist wunderschön und die Tour in Folge der geringen Anstrengungen sehr lohnend. Bei klarem Wetter sehen wir die ganze Kette der Zentralalpen, die Ampezzaner, Grödner und Fassaner Dolomiten mit der Marmolata. Der Blick gegen die Adamello- und Brentagruppe ist durch die vorgelagerte Rosengartenspitze etwas beeinträchtigt. Liebliche Täler mit zahlreichen Dörfern erschauen wir talwärts und besonders farbenprächtig erscheint die vor uns liegende Seiseralpe. Wer bei schönem Wetter auf dem Kesselkogel gewesen, hat eine der schönsten Erinnerungen an die Bergwelt mitgenommen.

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