Die Rosengartengruppe – Der Grasleitenpass – Das Kesselkogelmassiv – Dolomiten

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Von
Hans Forcher-Mayr und Dr. Th. Christomannos

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Unter dieser Bezeichnung fasse ich, die Einteilung L. Norman-Neruda’s, siehe Zeitschrift des D. u. O. A.-V. 1897, S. 329, beibehaltend, die folgenden Gipfel zusammen: den Kesselkogel, 3001 m, den Seekogel, 2807 m, und den Antermojakogel, 2898 in. Diese drei Gipfel, welche einem von Süden nach Nordosten ziehenden, aus dem Skalieret aufstrebenden Felsgrate aufgesetzt sind, befinden sich zwischen dem Grasleitenkessel und Grasleitenpasse im Westen, dem Lausa- oder Antermojapasse der Alpenvereinskarte im Süden und dem Antermojatal im Osten. Nordöstlich stößt dieser Grat an den Molignonkamm und wird von diesem durch die Antermojakogelscharte getrennt.
Der Hauptgipfel dieser Gruppe, der Kesselkogel, ist — neben dem Schlern — zugleich der meistbesuchte Aussichtspunkt der Rosengartengruppe überhaupt. Die Besteigung ist unter normalen Verhältnissen leicht und ungefährlich. Der Gipfel bietet vermöge seiner zentralen Lage eine der schönsten Aussichten in den Dolomiten.
Übergänge und Ersteigungen. Wenn auch nicht unmittelbar durch das Kessel¬kogelmassiv, so führen doch westlich und östlich von diesem zwei bekannte und vielbegangene Übergänge, welche die Hauptverbindung in der Rosengartengruppe zwischen Nord, Süd-West und Ost herstellen.
(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Der Grasleitenpass, 2597 m. Von der herrlich gelegenen Grasleitenhütte führt uns ein von der eifrigen und wackeren Sektion Leipzig gebautes Steiglein östlich in den Grasleitenkessel. Jeder Alpenfreund, der zum ersten Male im Grasleitenkessel steht, wird begeistert sein von den Naturschönheiten, die sich hier seinem Auge bieten; und fürwahr, man muss lange suchen, bis man in den Dolomiten ein ähnliches Bild von so überwältigender Schönheit und Erhabenheit findet. Wie klein fühlt sich der Mensch inmitten dieses weiten Beckens, umgeben von himmelhohen, starren Wänden und drohenden Türmen, verlassen von aller Vegetation und von jedem Leben! Nur öfters sich wiederholende Steinfälle an den steilen Mauern, oder kleine Lawinen aus den tiefen Felsrissen beleben einigermaßen diese unheimliche Stille.
Vom Grasleitenkessel führt nördlich in vielen Zickzackwindungen der Steig auf den Molignonpass. Wir aber wenden uns südlich, auf anfangs gut markiertem Steige, dann bei Felsblöcken vorüber und über Schutt und Gerölle empor in einer Stunde auf den Gras¬leitenpass. In schneereichen Jahren apert der Pass gewöhnlich nicht aus und man gelangt dann über den Schnee rascher vorwärts. Wenn der Schnee verschwindet, so unter¬zieht sich die Sektion Leipzig stets der Arbeit, den angelegten Steig so gut als möglich zu gestalten. Zur Rechten (im Sinne des Anstieges) bleiben der Grosse und Kleine Val¬buonkogel, links strebt der Seekogel und der Westgrat des Kesselkogels empor.
Von der Höhe des Grasleitenpasses blicken wir hinab in das Vajolettal bis zu den Sojalhütten. Alle die stolzen Türme von Vajolet und die südliche Rosengartengruppe grüssen uns im Süden, während wir östlich den steilen Abhang der Scalierettspitze haben, an die sich die Cime delle Poppe reihen.
Viele Touristen wandern nun südwärts weiter durch das Vajolettal zur Vajolethütte und nach Perra oder Campitello, ein guter Teil erwählt sich jedoch den Weg durch das Antermojatal, welches wir — in südöstlicher Richtung unter den Abstürzen des Kesselkogels auf gebahntem Steige emporsteigend — erreichen. In einer halben Stunde vom Grasleitenpass stehen wir auf dem höheren(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich) Antermojapass, 2774 m (A. V.-K.), dem Scheitelpunkte des Antermojatales. Hier teilen sich die Wege abermals: südlich führt ein Steig auf die Scalierettspitze, östlich auf die Cima di Larsec und auf die Lausa, während nördlich, über Geröll und auch manches Jahr über Schnee und Eis, der Steig in das früher erwähnte Antermojatal scharf abwärts führt. Ein ganz anderes Bild bietet sich nun unserem Auge. Während wir um die Ostflanke des Kesselkogels herumgehen, erblicken wir im Norden den Antermojakogel, den Mittleren Molignon und die wildzerrissene Fallwand. Nachdem wir beiläufig 200 m vom Passe abgestiegen sind, biegt das Tal direkt gegen Osten um und vor uns liegt der wunderschöne, dunkelgrüne, kleine Antermojasee. Südlich vom See ziehen in mäßiger Steigung die Steinwüsten der Crode d’Antermoja hin. Der Weg, welcher sich um den Donakogel zuerst östlich, dann nördlich herumzieht, führt über den Donapass, 2494 m, und den Duronpass in das Durontal, sowie weiter nach Campitello.

Andere Übergänge führen direkt über die Kesselkogelgruppe, doch gehören sie zu den schweren Touren, da den Anstieg von der Westseite zumeist steingefährliche, mit Eis und Schnee gefüllte, steile Rinnen vermitteln.

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