Rosengartengruppe – Ersteigungen – Teufelswand – Fensterlturm – Rotwand – Tscheinerspitze – Coronelle

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Die erste Erhebung im südlichsten Teile der Gruppe ist der Backofenkamm, den man vom Karerseepasse aus leicht über Geschröfe und Rasenbänder ersteigt. Der Kamm zieht sich in nördlicher Richtung hin, ist vielfach zerrissen und zerklüftet und trägt als nächste Erhebung die Punta del Masare, 2549  m. Der erste bedeutendere Gipfel im weiteren Verlaufe des Grates (der Roe delle Stries genannt wird) ist die Teufelswand, 2723 m. Eine Überschreitung des Kammes von der letzteren bis zum Karerseepasse ist mir nicht bekannt.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Die Teufelswand – Roda del Diavolo , 2723 m, erscheint von Westen als eine beinahe senkrecht abstürzende Wand, während sie sich nach Osten zu einer Terrasse abdacht, von deren östlichem Teile der Fensterlturm aufstrebt. Diese Terrasse stürzt dann wieder in Steilwänden gegen das Fassatal ab. Erst vor wenigen Jahren gelang die erste Ersteigung der Teufelswand und zwar wurde dieselbe am 23. September 1893 von Herrn Johann Santner in Bozen mit Dejori und Plank von Welschnofen aus dem Vajolontale erstiegen.

Von Westen her erstieg am 22. August 1894 Herr Eduard Höllrigl aus Salz­burg mit dem Führer Hans Villgrattner .aus Tiers den Gipfel. Dieselben verließen um 4 Uhr 3o Min. früh das Gasthaus zur. Alpenrose am Karerseepass und stiegen zuerst auf die Punta del Masare. Als sich eine Gratwanderung gegen die Teufelswand-spitze als unausführbar gezeigt hatte, stiegen sie gegen Westen ab, um auf dem von unten gut sichtbaren Bande, welches die Westwand der Teufels wandspitze von Süden nach Norden durchzieht, in die Scharte zwischen Rothwand und Teufelswand zu gelangen, und von dort aus den Aufstieg zu machen. Nach kurzer, schwieriger Kletterei erreichten sie das Band, welches sie ohne Anstrengung bis ca. 200 m vor der Scharte verfolgen konnten. Hier endigte dasselbe in einer senkrechten Wand und es erschien ein Weiterkommen unmöglich. Sie gingen nun eine Strecke zurück, um von dort aus direkt die Wand zu erklettern. Im Anfange ging die Kletterei ganz gut, aber es kamen einige überhängende Kamine mit losem Gestein und mehrere schlechte Bänder, welche zu bewältigen waren. Oftmaliges Aufseilen der Pickel erschwerte das Vorwärtskommen, doch um 10 Uhr 3o Min. war der Kamm und zugleich der höchste Punkt der Teufelswand erreicht. (Mittb. des D. u. Ö. A.-V. 1895, S. 33.) — Ich erstieg den Gipfel am 4. Juli 1896 von Osten her. Von der Rothwand kommend, stieg ich in der Schlucht zwischen Teufelswand und Rothwand in einen von der Terrasse zwischen ersterer und dem Fensterlturm herabziehenden Kamin ein und durch den­selben nicht schwer empor bis zu einem an der linken Seite sich vorschiebenden Felsklotz, den ich überspreizte, wonach ich über gestuften Fels und Geröll auf die früher erwähnte Terrasse gelangte. Ich setzte nun den Weg in südwestlicher Richtung über festes, gut gestuftes Gestein an der mäßig geneigten , östlichen Abdachung der Teufelswand fort, und erreichte in etwa drei Viertelstunden vom Einstieg den Gipfel. Die Ersteigung der Teufelswand vom Karersee oder Vigo wird beiläufig vier Stunden beanspruchen, von Tiers aus etwa sechs Stunden. Dieselbe ist auf dem Wege über die Ostseite nicht schwer, nur ist das Emporsteigen in der zwischen Rothwand und Teufelswand sich hinunterziehenden Schlucht infolge der schlechten Beschaffenheit des Gerölls mühsam diese Schlucht kann man aber vermeiden, wenn man über die Rothwand geht und von dieser in die Schlucht absteigt. Auf diese Weise lassen sich beide Gipfelersteigungen bequem an einem Tage ausführen.

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