Rosengartengruppe – Täler – Bäche und Seen

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(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Östlich wird das Gebiet der Rosengartengruppe vom Fassatale begrenzt. Dieses ist, wie das südlichere Fleimstal und Val di Cembra, ein Teil des vom Avisio durchströmten Tales, das sich vom Fedajapasse bis nach Lavis im Etschtale erstreckt. Das Fassatal führt seinen Namen von seinen Bewohnern, den Fassanern.

(nur registrierte User sehen den Link, login oder registriere dich)Von Vigo di Fassa führt ein Tal westlich in die Berge hinein, das Vajolon­tal. Es scheidet die Mugonispitzen von dem Zuge, der von den Coronellespitzen dem Costalungapasse zustrebt. Der Name »Vajolon«, sowie auch »Vajolet« ist schwer zu erklären. Beide lassen sich auf Vael zurückführen. Gran Busa di Vael (Grosses Loch von Vael) heißt der oberste von der Tscheinerspitze, den Coronelle­ und Mugonispitzen umgebene Teil des Vajolontales. Auch im italienischen Namen für die Rotwand finden wir das Wort »Vael«; auch wird die oberste Talstufe des Vajolontales Cadin del Vajolon genannt (Vajolonkessel). Mir scheint es klar, dass »Vajolet« nichts anderes ist als ein Diminutiv von »Vael«, umsomehr, weil die Fassaner »Vaelet« für »Vajolet« sagen. »Vajolon« wäre dagegen der Augmentativ. Dr. Gambillo führt Ann. Trid. 1885, S. 118, an, dass eine Ana­logie möglicherweise existiere zwischen Vael, Vajolon und Vajolet einerseits und der im unteren Trentino gebräuchlichen Bezeichnung Vajon andererseits, welch‘ letztere den Einrissen gegeben wird, welche die den Bergen entströmenden Bäche im Laufe der Zeit ausgewaschen haben. Doch möchte ich auf die Möglich­keit hinweisen, obwohl ich meiner Sache ganz und gar nicht sicher bin, dass der Name ganz einfach von Valle (Tal) abstammt, denn haben wir nicht auch den Rio di Valle, der im Vajolontale entspringt, und sich in den Avisio ergießt, auch Valle bei Vigo, und die Häusergruppe Vallonga nicht weit von Vigo auf der Strasse nach dem Costalungapass. Demnach wäre aber »Vajolon« gleichbedeutend mit Vallone, dem Augmentativ, und »Vajolet« (Vaelet) mit Valletta, dem Dimi­nutiv von »Volle«. Gegen diese Vermutung kann man anführen, dass der Diminutiv besser für das Vajolontal, der Augmentativ besser für das Vajolettal passen würde. Bedenkt man aber, dass für das Vajolettal in Fassa der Name »Valle di San Lorenzo« gebräuchlich ist, und also ursprünglich an keinen Vergleich seiner Größe mit dem des Vajolontales gedacht wurde, so scheint es erwiesen, dass der Name »Vajolon« dem Tale gegeben wurde, ohne an einen Vergleich mit dem Vajolettale zu denken. Unabhängig mag dann der Name Vajolettal entstanden sein.

Östlich von den Roe delle Strie liegen die Pra da Cort genannten Weiden. »Pra« steht für prato, Wiese; »Cort« für corte, Hof. »Cort« nennt man aber auch den Ort, wo der Dünger aufbewahrt wird, und somit wäre vielleicht die Bedeutung des Namens »eine fette (gutgedüngte) Weide«.

Östlich von der Punta del Masare entspringt der Rio di Fossalaz (auf der Generalstabskarte R. di Palacca), welcher sich unterhalb Vigo in den Avisio ergießt. Der Name kommt von fossa, Graben. Ebenfalls östlich von der Punta del Masare entsteht der Rio da Pra Polin, welcher dem vom Costalungapasse kommenden Rio di Costalunga zufließt, um mit diesem bei Moena den Avisio zu schwellen. Bei Soraga (auf der Generalstabskarte unrichtig »Saraga« geschrieben) fließt dem letztgenannten auch der vom Pra da Cort kommende Rio di Marma zu.

Zwischen Perra und Moncion ergießt sich der Rio di Sojal in den Avisio. Nach Dr. Gambillo und Genossen, Seite 119 ihrer Arbeit, wird mit diesem Namen bloß das Gewässer bezeichnet, welches von den Dirupi di Larsec sich in den nach neuen Auffassungen »Rio di Sojal« genannten Bach ergießt, welch‘ letzterer von den Fassanern vielfach als Rio di San Lorenz — nach dem Schutzheiligen der zu Perra gehörenden Kirche — bezeichnet wird. Obwohl es nun vielleicht nicht

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