Der Längszug des Scheffauer Kaisers

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Wie schon ein flüchtiger Blick auf die Karte lehrt, zerfällt der Wilde Kaiser in drei, teils durch Charakter, teils durch natürliche Begrenzung schroff von einander getrennte Teile, die seit Alters nach den am Südsockel des Gebirges liegenden Ortschaften Scheffau, Elmau und Going genannt sind. Uns beschäftigt zuerst der Scheffauer Kaiser im weiteren Sinne. Während die beiden anderen Unterabteilungen gewaltige Halbbogen mit nach Süden konvexer Seite bilden, stellt sich in auffälligem Kontrast dazu der Zug des Scheffauer Kaisers als eine geradlinig verlaufende, 6 km lange Felsmauer von westöstlicher Streichrichtung dar. Beim Zettenkaiser (Zetten = Latschen), 1889 m, beginnend, zieht der. Hauptkamm über eine flache Einsenkung, auf welche zwei Felsköpfe mit tieferen Scharten, der Grübler- und der Scheflauer Lucke, folgen, zum ersten bedeutenden Gipfelbau im Wilden Kaiser, dem Scheflauer (seil. Kaiser) im engeren Sinne, 2113 an. Zu den etwas höheren Hacken-köpfen, 2129 m, ansteigend und eine ziemliche Strecke am Wiesberg, 2030 m, plateauartig verlaufend, streicht er über die Kopfkraxen zum Sonneck, 2258 m, wo er sich in rechtem Winkel mit dem Elmauer Kaiser verknotet. Der wesentlich einfachere Aufbau dieses Zuges bedingt eine leichtere Zugänglichkeit, aber auch geringere Schönheit und darum vom touristischen Standpunkte aus eine geringere Bedeutung.

Von Ersteigungen des unbedeutenden Zettenkaisers ist dem Verfasser nur die in der »Erschließung« S. 261 erwähnte, ferner eine solche über den Westgrat durch Oskar Schuster mit Führer Strasser im Winter 1896 bekannt. Der Scheffauer, zum ersten Male von Robert und Emil Schlagintweit im Jahre 1853 von Bärenstatt aus erstiegen, ist von der Südseite leicht erreichbar, und wird daher, umsomehr als die Aussicht infolge der vorgeschobenen Lage und des ungehinderten Ausblickes auf die Talsohle des nahen Inntales eine besonders kontrastreiche ist, häufig besucht. Schwierigere Anstiege führen von der Grübler Lucke her und vom Bettlersteig über die pralle nördliche Plattenwand zur schönen Spitze. Namentlich die letztere Route, deren erster touristischer Begeher (im Jahre 1860) der hochverdiente verstorbene Dekan Dr. Mathias Hörfarter war, stellt nicht geringe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit.’) Eine prachtvolle, aber infolge der Länge des Kammes ziemlich anstrengende und nicht ganz leichte Höhenwanderung ist der Gratübergang vom Scheffauer zum Sonneck, welche in neuerer Zeit öfters unternommen wird und durch einige Drahtseilanlagen etwas praktikabler gemacht worden ist. Als erster Tourist hat gleichfalls Hörfarter im Jahre 1860 diese Wanderung ausgeführt.

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